Aus in Dortmund

Gladbachs Fanprojekt mit Brief an Rose: "Hochmut kommt vor dem Fall"

Rose muss beim BVB seinen Hut nehmen. Foto: Matthias Hangst/Getty Images
Rose muss beim BVB seinen Hut nehmen. Foto: Matthias Hangst/Getty Images

Marco Rose muss nach nur einer Saison bei Borussia Dortmund gehen. Bei Borussia Mönchengladbach hat das Fanprojekt nun mit dem Ex-Trainer abgerechnet.

"Hochmut kommt vor dem Fall", so beginnt der offene Brief des Gladbacher Fanprojekts (mit über 6.500 Mitgliedern eine der größten Fanvertretungen in Deutschland). "Normalerweise interessieren uns andere Vereine nur zweitrangig, erst recht, wenn sie sich auf der Sympathieskala ganz nah am Geißbockclub aufhalten. Was zählt, ist das Wohl der einzig wahren Borussia vom Niederrhein. Aber wenn man vor ein paar Minuten die Meldung von diesem komischen Club aus Lüdenscheid getickert bekommen hat, gibt es wohl keinen Borussen, dem nicht ein Lächeln auf die Lippen gezaubert wurde: Der BVB und Marco Rose trennen sich mit sofortiger Wirkung", zitiert die Bild-Zeitung daraus.

"Er versprach einfach zu viel und lieferte zu wenig"

Das Fanprojekt von Borussia Mönchengladbach weiter: "Ein Jahr, nachdem unsere Borussia für den 'großartigen' Marco Rose in seinen Augen mindestens eine Nummer zu klein war, als er seinen Worten eines gemeinsamen Aufbaus, quasi einer Ära Rose beim VfL, mal so absolut gar keine Taten folgen ließ, ein Jahr also, nachdem er uns schmachvoll und schändlich im Stich ließ, ist sein neues Lebensprojekt auch gescheitert. Von seiner letztjährigen Hybris und dem Wunsch nach dem Titelgewinn mit dem BVB ist nicht viel übriggeblieben, außer einem vormals frommen Wunsch und einem weiteren Ex-Arbeitgeber."

Rose, der die Fohlen für Borussia Dortmund verließ, habe "uns enttäuscht", heißt es daneben: "Er entschied sich für die eigene Karriere und gegen das zuvor von Tausenden geglaubte gemeinsame Projekt. Er versprach einfach zu viel und lieferte zu wenig. Und er leitete damit auch die Krise maßgeblich ein, die uns in anderthalb schwierige Jahre geschickt hat und deren Scherben wir heute noch mühsam aufkehren."

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Adrian Kuehnel  
21.05.2022