Medienbericht

Gladbachs Fahrplan: Erst neuer Trainer, dann neue Spieler

Virkus trat das Erbe von Max Eberl an. Foto: Lukas Schulze/Getty Images
Virkus trat das Erbe von Max Eberl an. Foto: Lukas Schulze/Getty Images

Auf die Verantwortlichen von Borussia Mönchengladbach wartet ein intensiver Transfersommer 2022. Möglicherweise werden jedoch erst nach der Präsentation des neuen Trainers die ersten wegweisenden Entscheidungen getroffen.

Borussia Mönchengladbach steht nach der durchwachsenen Saison 2021/22 vor einem Neustart. Sportdirektor Roland Virkus erläuterte bereits Mitte April in einem Interview mit dem kicker, die Strukturen des Kaders seien "vielleicht etwas verkrustet und müssen aufgebrochen werden". Neben Veränderungen innerhalb der Mannschaft soll zugleich ein neuer Trainer für den erhofften frischen Wind sorgen, nachdem Adi Hütter im Anschluss an den 5:1-Sieg gegen Hoffenheim am 34. Spieltag seinen Rückzug verkündete.

Rückkehr zu den Wurzeln?

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge gilt Lucien Favre als Favorit auf die Hütter-Nachfolge. Der 64-jährige Schweizer ist am Niederrhein bestens bekannt, zwischen 2011 und 2015 führte er die Fohlen vom Fast-Abstieg in die Champions League. Bei einer Rückkehr erhielte Favre wie vor elf Jahren den Auftrag, der Mannschaft Stabilität zu verleihen und ihr auch ein Gerüst an die Hand zu geben, in dem sie ihre Stärken mit dem Ball ausspielen kann. 

Neuer Trainer soll bei Transfers mitentscheiden

Wie die Bild-Zeitung berichtet, soll die Trainerfrage auch einen entscheidenden Einfluss auf die Kaderplanung haben. Demnach erhalte der zukünftige Übungsleiter ein Mitspracherecht bei Transfers, nachdem Hütter auch wegen des ausgebliebenen Umbruchs vor einem Jahr Schwierigkeiten hatte, seine Spielphilosophie zu etablieren. Auf der anderen Seite mangele es zudem an finanziellen Mitteln, um schon jetzt in den Kader zu investieren. Daher habe Virkus zunächst die Aufgabe, über Spielerverkäufe Einnahmen zu generieren. 

Florian Bajus  
26.05.2022