Bundesliga-Rückkehrer

"Gladbach ole": So reagierte Reus auf den Weigl-Transfer

Weigl und Reus wurden in Dortmund dicke Kumpels. Foto: Getty Images
Weigl und Reus wurden in Dortmund dicke Kumpels. Foto: Getty Images

Borussia Mönchengladbach hat am Deadline Day vergangene Woche einen der spannendsten Deals unter den Bundesliga-Klubs getätigt. Die zunächst als Leihe konzipierte Verpflichtung von Julian Weigl vergrößert die Qualität der Fohlen im Mittelfeld. Für den 27-Jährigen bedeutet er die Rückkehr nach Deutschland, wo ihm bei Borussia Dortmund einst ein kometenhafter Aufstieg gelang.

Von Juli 2015 bis Januar 2020 spielte Weigl für die Schwarzgelben, wo er unter anderem auch den heutigen Gladbach-Coach Daniel Farke kennenlernte. Zu seinen besten Kumpels aus dieser Zeit gehört Marco Reus, der seinerseits 2012 von den Fohlen zum BVB gewechselt ist. Klar, dass die Freunde nun auch über den Wechsel von Weigl gesprochen haben. "Als ich hier zur Untersuchung war, saß ich gerade in einem Arztzimmer und da hing ein Reus-Trikot. Ich habe ihm ein Foto geschickt, er schrieb gleich zurück: 'Gladbach ole, ohohoho!'. Bei ihm überwiegt die Freude, dass ich wieder mehr in der Nähe bin", berichtet der Neuzugang der Borussia gegenüber der Rheinischen Post.

"Genau das gesucht, was mich stark macht"

Neben Reus haben sich demnach viele weitere Kollegen gemeldet und dabei ihre Freude ausgedrückt, dass der sechsfache Nationalspieler zurück in der Bundesliga ist. Die Entscheidung für den Wechsel vom Champions-League-Stammgast Benfica zu den Fohlen ist Weigl dabei offenbar nicht allzu schwer gefallen. "Ich habe mir meine Gedanken gemacht und mich entschieden, einen neuen Weg zu gehen. Den habe ich in Gladbach gefunden, wo genau das gesucht wird, was mich stark macht, und habe mir gesagt: Gladbach ist der richtige Ort für mich", so der Bayer.

"Total überzeugt von dem Verein. Aber eben auch vom Trainer"

Einen wichtigen Impuls gab es dabei durch Farke, zu dessen Stil die Verpflichtung von Weigl perfekt gepasst hat. "Ich bin total überzeugt von dem Verein. Aber eben auch vom Trainer, seiner Spielidee und von dem, was er von seiner Sechs erwartet. Da sehe ich mich und glaube, dass ich da meine Stärken habe", sagt der Leihspieler, für den Gladbach eine Kaufoption in Höhe von 15 Millionen Euro haben soll. Mit dem Wechsel in die Bundesliga und der berechtigten Hoffnung auf mehr Spielanteile als bei Benfica hat Weigl sicher auch die WM-Teilnahme ins Visier genommen. Allerdings betont er: "Wir haben auf meiner Position geballte Power von Weltklasse-Spielern. Darum ist Gladbach mein Fokus, ich will hier zeigen, was ich kann. Wenn mir das gelingt, glaube ich schon, dass ich zumindest in den Überlegungen des Bundestrainers bin."

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Lars Pollmann  
09.09.2022