Bislang der einzig prominente HSV-Neuzugang

Gjasula: "Ich sehe mich als Mentalitätsspieler"

Kein seltenes Bild: Gjasula sieht Gelb. Foto: Friso Gentsch/Pool via Getty Images
Kein seltenes Bild: Gjasula sieht Gelb. Foto: Friso Gentsch/Pool via Getty Images

Der Hamburger SV hat mit Amadou Onana und Klaus Gjasula bisher nur zwei Neuzugänge präsentiert. Ersterer gilt als großes Talent ohne große Erfahrung. Bei letzterem ist es ziemlich genau umgekehrt der Fall. Gjasula kommt mit dem Ruf des Rekord-Raubeins zum HSV.

Die 17 Gelben Karten des Mittelfeldmannes in 29 Einsätzen beim SC Paderborn könnten so etwas wie einen Rekord für die Ewigkeit darstellen. Dabei würde aber kaum ein Gegenspieler den 30-jährigen Deutsch-Albaner als unfairen Spieler bezeichnen. Gjasula stellt sich in den Dienst der Mannschaft und ist sich dabei für die Drecksarbeit nicht zu schade. "Ich sehe mich als Mentalitätsspieler. Jeder Profi hat seine Attribute und Stärken, meine liegen vor allem im körperlichen Bereich", zitiert das Hamburger Abendblatt die Selbsteinschätzung des Neuzugangs.

"Entscheidung leichtgefallen"

Gjasula ist beim HSV eindeutig als Führungsfigur eingeplant, hat laut manchem Beobachter gar Chancen auf das Kapitänsamt unter Neu-Trainer Daniel Thioune. "Er kann und will vorangehen, solche Typen brauchen wir", freut der Chefcoach sich im kicker. Auch bei den eigenen Fans dürfte ein Spieler ankommen, der sich für den HSV in jeden Zweikampf schmeißt, als wäre es der letzte. Die Kulisse bei den Rothosen spielte jedenfalls eine Rolle, als Gjasula sich für den Klub entschied. "Als wir damals mit Paderborn im Volksparkstadion gespielt haben, hatte ich danach so ein positives Gefühl, dass mir die Entscheidung für den Wechsel leicht gefallen ist." Im Dezember 2018 saß Gjasula allerdings 90 Minuten auf der Bank. Immerhin sah er einen Sieg des HSV.

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Lars Pollmann  
06.08.2020