Bänderrisse kein Hindernis

Gisdol: Wolf ein "richtig harter Hund und Vorbild für viele"

Kölns Marius Wolf quälte sich bei der Auswärtspartie in Frankfurt zuweilen. Foto: Imago

Marius Wolf ist hart im Nehmen. Der Außenverteidiger des 1. FC Köln spielte bei Eintracht Frankfurt mit einem doppelten Bänderriss. Trainer Markus Gisdol lobte ihn dafür.

Aus dem Deutsche Bank Park in Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

Mit einem Bänderriss im Sprunggelenk laufen ist schon äußerst schmerzhaft. Mit gleichen zweien als Profifußballer ein Spiel bestreiten? Klingt unmöglich, Marius Wolf vom 1. FC Köln tat es bei der 0:2-Niederlage bei Eintracht Frankfurt aber dennoch. "Er ist wirklich ein außergewöhnlicher Spieler, ein richtig harter Hund, der mit einer Verletzung spielt, mit der viele Spieler nicht mal in der Zeit auf dem Trainingsplatz stehen würden", schwärmte FC-Coach Markus Gisdol nach Wolfs Rückkehr nach Frankfurt.

"Solche Typen braucht man"

Gisdol legte nach und lobte den Rechtsfuß, der in der 82. Minute dann aber doch die Segel streichen musste: "Solche Typen braucht man, wenn man die Klasse halten will. Er hat das bravurös gemacht." An dem 25-Jährigen kann sich die Kölner Mannschaft hochziehen: "Ich bin sehr froh, dass es so ein Junge ist, den wir da haben. Er ist Vorbild für viele." Wolf wechselte im Oktober 2020 per Leihe von Borussia Dortmund nach Köln, bestritt seitdem 18 Ligaspiele (zwei Tore, zwei Vorlagen) für die Rheinländer. Auch ein doppelter Bänderriss konnte den Pokalsieger von 2018 nicht stoppen.

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Benjamin Heinrich  
15.02.2021