"Saison wird extrem herausfordernd"

Gisdol: Teamgeist "muss bei uns ein Pfund sein"

Gisdol bietet seinen Profis eine starke Schulter. Foto: Friedemann Vogel/Pool via Getty Images
Gisdol bietet seinen Profis eine starke Schulter. Foto: Friedemann Vogel/Pool via Getty Images

Markus Gisdol hat kürzlich eine Vertragsverlängerung unterschrieben. Nach seiner Amtsübernahme als Cheftrainer des 1.FC Köln hat er den Klub in der Bundesliga gehalten. Allerdings gehen die Geißböcke infolge der Phase nach dem Restart im Mai erneut als Abstiegskandidat ins Rennen.

Dem letztjährigen Aufsteiger gelang in den letzten neun Partien kein Sieg mehr, den letzten Eindruck hinterließ ein peinlicher Auftritt bei Werder Bremen. Gisdol macht gegenüber dem kicker keinen Hehl: "Die kommende Saison wird extrem herausfordernd." Der Übungsleiter rechnet damit, dass es viele etwa gleichwertige Teams in der Bundesliga geben dürfte. "Dann spielt die Frage dann definitiv eine Rolle: 'Wie gut bist du als Team?'" Gemeint ist beim 51-Jährigen nicht nur der Geist innerhalb der Mannschaft, sondern auch drumherum.

"Die Basis, erfolgreich spielen zu können"

"Die Trainer, der Staff, unsere Ärzte, einfach alle. Das muss bei uns ein Pfund sein, ein ganz wichtiger Punkt. Das ist die Basis, um erfolgreich spielen zu können", so Gisdol bestimmt. An der Qualität der einzelnen Profis besteht für ihn kein Zweifel. Jeder, der es in die Bundesliga schafft, sei ein hervorragender Einzelspieler. Die Kunst bestehe darin, daraus einen verschworenen Haufen zu machen. "Jeder muss wissen: Alleine bist Du nichts. Die Mannschaft steht über allem. Das haben die Jungs verinnerlicht, und sie tun viel dafür, dass es funktioniert."

"Versuche, Halt zu geben"

Seine Aufgabe als Cheftrainer des 1.FC Köln sieht Gisdol folglich nicht zuletzt auch darin, zu moderieren und seinen Spielern die Möglichkeit zu geben, sich untereinander zu Bestleistungen zu treiben. "In diesem Spannungsfeld versuche ich, Halt zu geben, Vertrauen zu schenken. Natürlich bin ich kritisch und auch hart. Aber die Spieler wissen: Ihr Trainer ist ehrlich, er versucht zu helfen." Gerade in Anbetracht der vielen Jungprofis im Kader ist dabei das richtige Maß zwischen harter Hand und langer Leine wichtig.

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Lars Pollmann  
17.08.2020