Torhüter hat kaum noch Kredit

Gisdol stützt Horn nach Patzer: "Bleibt die Nummer eins"

Horn steht beim FC stets schnell in der Kritik. Foto: Imago
Horn steht beim FC stets schnell in der Kritik. Foto: Imago

Die Geißböcke haben am zweiten Spieltag die zweite durchaus vermeidbare Niederlage kassiert. Für das 0:1 bei Arminia Bielefeld, da führt kein Weg vorbei, war nicht zuletzt Timo Horn zuständig. Der Keeper patzte beim Gegentreffer entscheidend. Markus Gisdol stellt sich vor ihn.

"Timo ist und bleibt die Nummer eins. Er wird besonders bemessen", zitiert kicker.de den Übungsleiter. Als gebürtiger Kölner und Urgestein bei den Domstädtern, sollte man meinen, hat Horn großen Kredit beim eigenen Anhang. Stattdessen aber ist der Schlussmann schon seit Längerem bestenfalls noch geduldet. Fehler wie gegen Bielefeld untergraben das fragile Gebilde. Gisdol begibt sich durchaus auf dünnes Eis, indem er seinen Keeper schützt. 

Zieler kam als Nr.2

Dass ein Szenario eintreten kann, in dem die bisherige Nr.1 nicht mehr zu halten ist, ist jedenfalls nicht weit hergeholt. Mit Ron-Robert Zieler verpflichtete der 1.FC Köln im Sommer jedenfalls einen Schlussmann, dem es nicht eben an Erfahrung mangelt. Zwar kam er unter der Maßgabe, die klare Nr.2 zu sein, doch solche Dinge können sich schnell ändern. Der Fokus auf Horn jedenfalls wird nicht schrumpfen.

Hamann schonungslos

"Horn bekommt den Ball aufs kurze Eck, wo er ihn nicht bekommen darf. Es war erst ein Fehler der Abwehrreihe und dann ein Fehler des Torwarts. Was soll man da schönreden?", wird Gisdol beim TV-Sender Sky deutlich. Experte Dietmar Hamann geht den entscheidenden Schritt weiter: "Horn war einer der vielversprechendsten Torhüter in Deutschland vor ein paar Jahren, aber er hat sich einfach nicht weiterentwickelt." Der FC habe "hinten einfach ein Problem". 

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Lars Pollmann  
26.09.2020