Zuschauer wie bei Leipzig?

Gesundheitsminister Laumann bremst Hoffnungen der NRW-Klubs

In NRW tragen neun Erst- und Zweitligisten ihre Heimspiele aus. Foto: Friedemann Vogel/Pool via Getty Images
In NRW tragen neun Erst- und Zweitligisten ihre Heimspiele aus. Foto: Friedemann Vogel/Pool via Getty Images

RB Leipzig ist mit der Bekanntmachung, die neue Saison mit Fans zu starten, vorgeprescht. Eine für die Bundesliga-einheitliche Regelung scheint außer Reichweite. In Nordrhein-Westfalen wollen die Klubs aber Arm im Arm vorgehen. Bei Karl-Josef Laumann aber haben sie wohl einen schweren Stand.

Nur weil in Leipzig ein Fünftel der Kapazität des Stadions genutzt werden darf, heißt dies nicht, dass es auch bei den vielen Erst- und Zweitligisten aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland der Fall sein wird. "Es ist ein Unterschied, ob wir in Sachsen sind, wo ein sehr niedriges Ansteckungsrisiko herrscht, oder ob wir in NRW sind, wo wir uns leider immer noch im Mittelfeld der Ansteckungsraten bewegen", sagt Laumann gegenüber den Ruhr Nachrichten.

Neun Erst- und Zweitliga-Klubs aus NRW

Gerade in den dicht besiedelten großen Städten, aus denen die Bundesliga-Vereine des Landes NRW stammen, seien "zweistellige Tageszuwächse bei den Infektionen" zu verzeichnen. Es sei also größere Vorsicht geboten, wenn es um die zahlreichen Klubs aus den ersten beiden Klassen an Rhein und Ruhr geht (1.FC Köln, Arminia Bielefeld, den VfL Bochum, Borussia Dortmund, Fortuna Düsseldorf, Bayer Leverkusen, Borussia Mönchengladbach, SC Paderborn und den FC Schalke 04).

Laumann für "einheitliche Regelungen"

Grundsätzlich befürwortet der CDU-Politiker dabei ohnehin eine Entscheidungsfindung, bei der sich nicht jeder Verein für sich mit den lokalen Gesundheitsämtern befasst. "Es ist gut, das im Konzert mit den anderen Ländern, wo es Bundesliga-Vereine gibt, zu entscheiden. Man muss, glaube ich, einheitliche Regelungen haben, was die überregionalen Ligen angeht", sagt Laumann. In NRW selbst soll eine Arbeitsgruppe bis Ende Oktober eine Lösung ausarbeiten. "Wenn die Arbeitsgruppe zu der Entscheidung kommt, dass sie es eher machen wollen, ist es auch in Ordnung", lässt Laumann wenigstens eine kleine Hintertür offen.

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Lars Pollmann  
02.09.2020