Hütter packt aus

Gespräche liefen: Kruse wäre fast bei der Eintracht gelandet

Max Kruse führte Gespräche mit Eintracht Frankfurt.
Max Kruse führte Gespräche mit Eintracht Frankfurt. Foto: Imago Images

Vor rund einem Jahr führte Eintracht Frankfurt Gespräche mit Max Kruse bezüglich eines Wechsels in die Mainmetropole. Trainer Adi Hütter weiß um Kruses Qualitäten und trauert dem geplatzten Deal entsprechend nach.

Für Eintracht Frankfurt wäre es ein echter Coup gewesen. Im Sommer vergangenen Jahres hat es zwischen dem Bundesligisten und Max Kruse Vertragsgespräche gegeben. Auf die Frage der Bild, ob ihm das Herz bluten würde, dass Kruse nicht für die Eintracht spiele, sagt Adi Hütter: "Absolut. Es hat vor einem Jahr Gespräche gegeben zwischen Fredi Bobic, Bruno Hübner und seinem Management." Laut Hütter wäre Kruse ein Spieler gewesen, "der uns sicherlich gut tun würde mit seiner Kreativität".

Union-Co-Trainer erstattet Bericht

Ob sich die Eintracht auch in diesem Sommer um Kruses Spielrecht beworben hatte, verrät Hütter indes nicht. Als die Frankfurter Planungsabteilung den Dialog suchte, entschied sich Kruse letztlich für einen Wechsel von Werder Bremen zu Fenerbahce Istanbul. Dort kündigte er seinen Vertrag nach mehreren ausstehenden Gehaltszahlungen einseitig. Zur Überraschung vieler hat sich Kruse dann Union Berlin angeschlossen. Über die Entwicklungen an der Alten Försterei ist Hütter derweil bestens informiert. Einer der Union-Co-Trainer wohnt lediglich einen Kilometer von Hütter entfernt. "Wir haben uns jetzt gerade beim Spazierengehen am See getroffen. Er sagte klipp und klar, dass Kruse das Niveau bei Union gehoben hat", berichtet der Österreicher.

Kamada ist Hütters Kruse

Aber Hütter wäre nicht Hütter, wen er nicht pragmatisch mit der ganzen Geschichte umgehen würde. Auch wenn er, und das betont er mehrfach, Kruse gerne unter seine Fittichen genommen hätte, hat er mit Daichi Kamada zwar einen nicht baugleichen Spielertypen gefunden. "Aber einer, den wir vielleicht eines Tages teuer verkaufen werden", so Hütter. "Ob das bei Kruse noch mal der Fall wäre, weiß ich nicht." Kamadas Werte sind mit fünf Torbeteiligungen auch in dieser Saison stark. Was außerdem gut für die Eintracht ist: Der Japaner hat seinen Vertrag erst im September bis 2023 verlängert.

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Andre Oechsner  
19.11.2020