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Gesetzt beim DFB: Eberl erklärt Entwicklung von Ginter

Ginter steuerte in der Ukraine einen Treffer zum Sieg bei. Foto: SERGEI SUPINSKY/AFP via Getty Images
Ginter steuerte in der Ukraine einen Treffer zum Sieg bei. Foto: SERGEI SUPINSKY/AFP via Getty Images

Rund um die deutsche Nationalmannschaft ist eine der beliebtesten Debatten im Fußball entstanden. Die Systemfrage, danach ob das DFB-Team mit Dreier- oder Viererkette verteidigen soll, nimmt vielerorts Platz in den Zeitungsspalten ein. Klar ist dabei eigentlich nur, dass Matthias Ginter so oder so gesetzt ist.

Seit dem blamablen Ausscheiden der Elf von Bundestrainer Joachim Löw stand der Abwehrmann bei 13 Länderspielen in der Startelf, kam einmal von der Bank. Zweimal fehlte er verletzt, ein paar Mal wurde er geschont. Einen so festen Stammplatz wie der Profi von Borussia Mönchengladbach haben nur wenige Spieler in Deutschland. Max Eberl findet es nur folgerichtig. "Sehr, sehr stabil", sagt der Sportdirektor der Fohlen gegenüber der Süddeutschen Zeitung, sei Ginter inzwischen unterwegs.

"Viel robuster geworden"

Eberl sieht dabei durchaus einen nicht zu unterschätzenden Beitrag von Gladbach, obwohl Ginter bereits als unter Löw recht etablierter Nationalspieler an den Niederrhein kam. Der Weltmeister von 2014 habe gelernt, "intensiver und härter zu verteidigen" und sei "viel robuster geworden", lobt Eberl. Gerade unter Marco Rose sei die Entwicklung nochmal frappierend. Der Erfolgscoach sorge für Verteidiger, die "aktiv in die Zweikämpfe gehen". Vor seiner Zeit in Gladbach galt Ginter als Top-Talent, dem es aber womöglich am letzten Biss fehle.

"Deshalb haben wir ihn gekriegt"

Der eher stille Charakter trägt dazu sicher bei, auch, dass sich der 26-Jährige bei Borussia Dortmund als Springer ohne feste Position schwer tat. Der Wechsel nach Gladbach, den sich Eberl immerhin 17 Millionen Euro kosten ließ, kam da genau richtig. "Auch deshalb haben wir ihn gekriegt: Weil er sich bei uns in seiner Lieblingsrolle als Innenverteidiger auf hohem Niveau weiterentwickeln wollte", erinnert der Sportdirektor. Dieser Plan ist für beide Seiten mehr als zufriedenstellend aufgegangen.

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Lars Pollmann  
13.10.2020