Neue Zahlen veröffentlicht

Gehälter beim BVB steigen trotz Coronakrise: Das sagt Watzke

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke muss den Etat im Blick behalten.
BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke muss den Etat im Blick behalten. Foto: Getty Images

Coronakrise hin oder her: Die Personalkosten bei Borussia Dortmund sind weiter gestiegen. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke verweist auf die Wettbewerbsfähigkeit des Vizemeisters.

Obwohl durch den Corona-Gehaltsverzicht mehr als fünf Millionen Euro zwischen März und Juni eingespart wurden, stiegen die Personalkosten von Borussia Dortmund um mehr als zehn Millionen Euro an. Dies berichtet der kicker mit Verweis auf den vorläufigen Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2019/20. Davon fließen laut Finanzchef Thomas Treß sechs Millionen in die Lizenzspielerabteilung.

Hoher Personalaufwand in Coronazeiten

Der Personalaufwand beträgt insgesamt 215,157 Millionen Euro, zwischen 161,4 und 172,1 Millionen landen bei den Profis. Mats Hummels, Marco Reus, Emre Can und Axel Witsel sind mit jeweils rund zehn Millionen Euro jährlich die Topverdiener, auch die hochtalentierten Akteure Erling Haaland und Jadon Sancho bekommen ein ordentliches Gehalt bezahlt.

Watzke weiß um Problematik

Hans-Joachim Watzke glaubt einerseits, dass die Grenze nun erreicht wurde: "Ich glaube schon, dass die Gehälter sinken werden. Es wird noch wichtiger, dass du sie in Einklang  mit deinen Einnahmen bringst." Doch der "Normalbürger" wird auch in Zukunft kein Verständnis für die Verdienstmöglichkeiten im Fußball aufbringen: "Ob jemand fünf, sechs oder sieben Millionen Euro verdient: Das wird ein Großteil der Gesellschaft als zu hoch ansehen."

Personalkosten angewachsen

So gilt der BVB weiterhin als "gesund", obwohl der Ruhrpottklub einen Verlust in Höhe von 44 Millionen Euro bilanzierte. Laut Watzke befinde sich der Klub weiterhin in einem "globalen Wettbewerb", die "internationale Wettbewerbsfähigkeit" müsse erhalten bleiben. In den vergangenen zehn Jahren nahmen die Personalkosten beim BVB kontinuierlich zu - um 250 % seit 2010/11.

Christopher Michel  
24.08.2020