Saisonfinale

Gegen Stammverein: Hansa verzichtet auf HSV-Leihgabe Meißner

Meißner soll gegen den HSV nicht in die Bredouille gebracht werden. Foto: Getty Images
Meißner soll gegen den HSV nicht in die Bredouille gebracht werden. Foto: Getty Images

Der Hamburger SV steht vor schicksalsträchtigen 90 Minuten. Am Sonntag ist zwischen dem direkten Aufstieg und Rang vier alles möglich. Die eigene Aufgabe steht bei Hansa Rostock an, Schützenhilfe könnte es von Jahn Regensburg (bei Werder Bremen) und dem SC Paderborn (beim SV Darmstadt) geben. Der eigene Gegner verzichtet derweil wohl freiwillig auf einen Spieler.

Wie die Hamburger MOPO berichtet, wird Hansa Robin Meißner nicht einsetzen, sofern es nicht zum Beispiel wegen kurzfristiger Verletzungsprobleme absolut notwendig werden sollte. Der Grund liegt auf der Hand: Der Angreifer ist vom HSV ausgeliehen, bestreitet seinen vorerst letzten Einsatz für die Hansa-Kogge. Der Aufsteiger will den Jungprofi mit der Maßnahme schützen. Schließlich sei beispielsweise nicht auszudenken, wenn ausgerechnet ein eigener Leihspieler die Aufstiegshoffnungen der Rothosen durchkreuzen sollte.

Offenbar keine Klausel in der Leihvereinbarung

Der geborene Hamburger Meißner war Ende Januar für den Rest der Saison an die Ostsee gewechselt, im Leihvertrag gibt es offenbar keine Klausel, die einen Einsatz gegen den HSV von vornherein ausschließen würde. Stattdessen hat Rostock die Entscheidung nun also wohl selbst getroffen. Am 33. Spieltag hatte Meißner am Samstag seinen zweiten Startelf-Einsatz für Hansa absolviert. Insgesamt wird es für den Angreifer voraussichtlich bei acht Partien und einem Treffer im Dress seines Leihklubs bleiben. Zwischenzeitlich hatte eine Corona-Infektion den 22-Jährigen ausgebremst, der unter HSV-Coach Tim Walter in der Hinrunde nur zu vier Einsätzen gekommen war.

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Lars Pollmann  
10.05.2022