KSC-Torjäger Hofmann neu in der Verlosung

"Gefühlt ist der Name jedes Zweitligastürmers bei uns schon mal gefallen"

Hofmann soll beim HSV auf der Liste stehen. Foto: Cathrin Mueller/Bongarts/Getty Images
Hofmann soll beim HSV auf der Liste stehen. Foto: Cathrin Mueller/Bongarts/Getty Images

Der Hamburger SV hat die vergangene Zweitliga-Saison mit 62 Toren beendet. Das ist keine herausragende Marke, reichte aber zum geteilten zweiten Rang hinter Arminia Bielefeld. Im Endspurt sorgte vor allem Joel Pohjanpalo für die Treffer, der Finne ist nicht mehr beim HSV. Drum suchen Michael Mutzel und Co. einen neuen Neuner.

Für die Medienlandschaft rund um den Traditionsklub aus der freien und Hansestadt ist es ein gefundenes Fressen. Beinahe täglich macht ein neuer Name die Runde. Zuletzt soll Philipp Hofmann ins Visier gerückt sein. Nach Jahren der Wanderschaft hat der 27-Jährige beim Karlsruher SC sein Glück gefunden, schoss in den vergangenen beiden Saisons in Liga 3 und 2 insgesamt 28 Treffer. "Philipp ist ein guter Spieler. Aber gefühlt ist jeder Name jedes Zweitligastürmers bei uns schon mal gefallen", zitiert das Hamburger Abendblatt den betont gelassenen Mutzel.

"Halten Augen und Ohren offen"

Vor Hofmann waren es zum Beispiel Manuel Schäffler und Hendrik Weydandt, auch Simon Terodde geht als Zweitligastürmer durch, wenn er auch noch beim 1.FC Köln eine Etage höher engagiert ist. Der Sportdirektor liefert auch die Erklärung, warum die Zeit der Spekulationen anhält. "Wir halten Augen und Ohren offen, aber die Krise hat bei allen Clubs in Europa Wirkung hinterlassen." Will sagen: Der HSV würde gerne einen Stürmer von Format holen, aktuell gibt der Markt das aber nicht her.

Zwei Millionen jetzt = Acht Millionen vor der Krise

Zwischen Käufern und Verkäufern liegt dabei wohl noch ein grundsätzlicher Unterschied in der Bewertung der Lage. "Die zwei Millionen Euro jetzt waren die acht Millionen Euro vor der Krise. Das ist nur noch nicht bei allen Vereinen angekommen", sagt Mutzel. Der Markt müsse und werde sich noch finden, alsdann dürfte auch der HSV zuschlagen. Bisher haben die Rothosen nur für Neu-Trainer Daniel Thioune eine Ablöse gezahlt. Amadou Onana und Klaus Gjasula kamen ablösefrei nach Hamburg.

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Lars Pollmann  
13.08.2020