PSG-Juwel fehlt Spielpraxis

Galtier: "Ekitike darf nicht aufgeben"

Ekitike ist bei PSG noch kein großer Faktor. Foto: Getty Images
Ekitike ist bei PSG noch kein großer Faktor. Foto: Getty Images

Noch vor wenigen Monaten stand kaum ein Spieler aus der Ligue 1 so im Fokus wie Hugo Ekitike. Der Senkrechtstarter von Stade Reims wurde bei zahlreichen Top-Klubs gehandelt, auch bei Borussia Dortmund und dem FC Bayern. Er entschied sich letztlich für Paris Saint-Germain. Im dortigen Star-Ensemble spielt der Stürmer bislang kaum eine Rolle.

Bei insgesamt neun Pflichtspieleinsätzen stand der 20-Jährige erst einmal in der Startformation von Christophe Galtier, der Trainer hat dem Sturmjuwel noch nie mehr als 60 Minuten lang das Vertrauen geschenkt. Hat sich Ekitike, dem vor der Saison sogar Chancen auf ein Ticket für die WM in Katar eingeräumt wurden, klassisch verwechselt und zu früh den Schritt zu einem Top-Klub gewagt? Dieser These lässt sich derzeit nicht leicht widersprechen. Galtier machte am Samstag eine klare Ansage, nachdem er den Angreifer beim 4:3-Sieg gegen ES Troyes einmal mehr für 90 Minuten auf der Bank ließ.

"Wir brauchen Hugo und Hugo braucht Einsatzzeiten"

"Er darf nicht aufgeben. Dann liegt es an mir, meinem Staff, aber auch an seinen Mitspielern, ihn über Wasser zu halten. Denn wir brauchen Hugo und Hugo braucht Einsatzzeiten", so der Chefcoach bei Amazon Prime Video. Dass diese schwer zu kriegen sind in einem Team mit den offensiven Superstars Kylian Mbappe, Lionel Messi und Neymar, verwundert wenig. Gerade für junge Spieler sei es eine mentale Herausforderung, mit solchen Weltstars mitzuhalten, meint Galtier.

"Muss sein fehlenden Spielanteile im Training wettmachen"

Weil der Übungsleiter seinen großen Drei bisher nur wenig Ruhepausen verordnet, sind die Spielanteile für die hintanstehenden Spieler gering. Das gilt nicht nur für Ekitike, ist bei einem Spieler, der den Klub infolge einer Leihe 30 Millionen Euro kosten soll aber durchaus ein Gesprächsthema. "Er war manchmal enttäuscht, dass er nicht in der Startelf stand. Ich habe ihm dann meine Gründe erklärt. Er muss sein fehlenden Spielanteile im Training wettmachen", sagt Galtier. Im Subtext schwingt mit: Sonderlich aufgedrängt hat sich Ekitike zuletzt wohl eher nicht.

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Lars Pollmann  
30.10.2022