Neuzugänge bei den Blues

"Gaffer", "dead legs" - Chelseas Sprachschule für Werner und Havertz

Vorhersagen beim Vokabeltest? Timo Werner (r.) brachte Kai Havertz beim FC Chelsea das Wort "gaffer" bei.
Vorhersagen beim Vokabeltest? Timo Werner (r.) brachte Kai Havertz beim FC Chelsea das Wort "gaffer" bei. (Foto: imago)

Timo Werner und Kai Havertz spielen seit dem vergangenen Sommer beim FC Chelsea. Und auch für Deutschland stürmen sie zusammen. Trotz ihrer vorab guten Schulkenntnisse in der Weltsprache wurde beiden schnell klar, dass es noch ein paar Vokabeln zu lernen gibt.

Werners Wechsel von RB Leipzig zum FC Chelsea war bereits vor Ablauf der vergangenen Bundesliga-Saison fix, der Havertz-Transfer von Bayer 04 Leverkusen zu den Blues nahm erst mitten in der Transferperiode Fahrt auf, am 4. September wechselte auch er auf die Insel. Wie im aktuellen Heft DFB-Aktuell vor dem Länderspiel Deutschland gegen die Schweiz zu lesen ist, mussten sich Werner und Havertz nicht nur an das neue Umfeld gewöhnen, sondern auch an die "neue" Sprache.

Havertz: Wer ist hier der "gaffer"?

In der ersten Trainingseinheit von Havertz beim FC Chelsea soll öfters das Wort "gaffer" gefallen sein. War der 21-Jährige ständig mit großen Augen und offenem Mund unterwegs? Nein! Mit "gaffer" ist umgangssprachlich der Boss, also der Trainer gemeint. Dieser Begriff soll eine Abkürzung für „grandfather“ (Großvater) sein und ist wohl auf industrielle Ursprünge zurückzuführen: "Der Dienstälteste war der Anführer", wird es im DFB-Heft erklärt.

Wenn der Arzt dich über ein "dead leg" informiert ...

Werner, der ehemalige Stürmer von RB Leipzig, wusste dies zu diesem Zeitpunkt bereits, nachdem er selbst vom deutschen Abwehrkollegen Antonio Rüdiger - seit 2017 auf der Insel - aufgeklärt wurde. Anschließend gab Werner das Wissen an seinen Nationalmannschafts-Kollegen Havertz, ehemals Bayer 04 Leverkusen, weiter. Für Werner gab es auch eine weitere Bedeutung neu zu erlernen: Nach seinem Liga-Debüt gegen Brighton & Hove Albion (3:1) informierte ihn der Teamarzt über ein „dead leg“ des Angreifers. Das Bein war nicht tot, sondern der 24-Jährige trug eine Blessur davon. "Ich verstehe das meiste, aber ab und zu fallen Ausdrücke, die ich so noch nicht gehört habe", bestätigte Werner.

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Tom Jacob  
12.10.2020