Hochmotiviert

"Fußball kann brutal sein" - Aue will Werders Stolperstein werden

Pavel Dotchev peilt drei Punkte gegen Werder an. Foto: Getty Images.
Pavel Dotchev peilt drei Punkte gegen Werder an. Foto: Getty Images.

Erzgebirge Aue empfängt am Sonntagmittag (13.30 Uhr) Werder Bremen. Zwar sind die Hausherren bereits aus der 2. Bundesliga abgestiegen, Interimstrainer Pavel Dotchev will dennoch einen ordentlichen Auftritt seiner Mannschaft sehen und den Favoriten ärgern.

Die Partie zwischen Erzgebirge Aue und Werder Bremen ist von Gegensätzen geprägt. Auf der einen Seite stehen die Erzgebirgler mit 23 Punkten aus 32 Spielen als Absteiger fest, auf der anderen Seite spielt Werder Bremen um den Aufstieg mit. Die Grün-Weißen haben 57 Zähler auf dem Konto und rangieren punktgleich mit dem Tabellenzweiten SV Darmstadt auf Rang drei - allerdings befinden sich der Hamburger SV und der FC St. Pauli (beide 54 Punkte) direkt dahinter in Lauerstellung.

Dotchev: "Wollen einen hohen Stressfaktor darstellen"

Eine Niederlage wie gegen Holstein Kiel (2:3) ist für Werder tabu, wenn die Bundesliga-Rückkehr gelingen soll. Pavel Dotchev hat allerdings große Lust, die Bremer zu ärgern: "Ich sage nur: Fußball kann manchmal unberechenbar und brutal sein. Wir jedenfalls werden das Spiel annehmen, freuen uns gewaltig darauf und wollen einen hohen Stressfaktor für die Gäste darstellen", sagte der Sportdirektor und Interimstrainer der Sachsen beim Weser-Kurier

Dotchev will kein zweites Darmstadt

Werder sei zwar "der klare Favorit", vor heimischer Kulisse fordert Dotchev aber "volle Pulle" von seinen Spielern: "Mit Pauken und Trompeten unterzugehen wie gegen Darmstadt (0:6, d. Red.), das sollte uns nicht noch mal passieren." Darüber hinaus habe die Mannschaft unter Beweis gestellt, auch mit den Großen mithalten zu können: "Wir haben auch in Begegnungen mit den Favoritenteams Punkte geholt. Meine Mannschaft war nicht immer deutlich unterlegen."

"Wir können sie meistern"

Zugleich will sich der 56-Jährige erhobenen Hauptes aus der 2. Bundesliga verabschieden: "Natürlich ist es eine riesige Herausforderung, doch wir können sie meistern. Wir müssen nicht mehr auf die Tabelle gucken. Wir spielen vor einer tollen Kulisse. Aktuell sind schon mehr als 11.000 Karten weg. Das sollte Ansporn für uns sein." Doch Werder wird alles daran setzen, die Stimmung im Erzgebirge zu vermiesen.

Florian Bajus  
06.05.2022