Feuerwehrmann schließt längeres Engagement aus

Funkel: "Möchte mir das nicht noch ein ganzes Jahr zumuten"

Funkel will im Sommer aufhören. Foto: Imago
Funkel will im Sommer aufhören. Foto: Imago

Friedhelm Funkel hat aus seinen drei ersten Spielen als 'Feuerwehrmann' dreimal so viele Punkte geholt wie Vorgänger Markus Gisdol in seinen letzten acht. Der 1.FC Köln hat so, freilich auch dank der Quarantäne von Hertha BSC, aktuell die direkte Abstiegszone verlassen. Der Trainer-Rückkehrer schließt trotz seines schnellen Erfolgs ein längeres Engagement bei den Geißböcken aus.

"Ich möchte einfach kein ganzes Jahr mehr machen. Ich merke die Belastung schon. Es war alles von null auf hundert in einer Woche", so der Übungsleiter gegenüber dem Express. Mit 67 Jahren ist Funkel mit großem Abstand der älteste Chefcoach unter den aktuell in der Bundesliga aktiven Trainern. Für Köln war er bekanntlich aus dem eigentlich geplanten Fußball-Ruhestand gekommen. "Ich bin zwar fit, aber das möchte ich mir nicht noch ein ganzes Jahr zumuten", betont der Neusser nun.

"Nicht noch einmal für eine komplette Saison"

Die Belastung stecke er nicht zuletzt damit weg, sich jeden Mittag für 90 Minuten aufs Ohr zu hauen. Nickerchen für den Klassenerhalt, die Medienlandschaft in Köln reibt sich wahrscheinlich schon die Hände. Funkel selbst will den Stress aber keineswegs unterschätzen. "Das ist jetzt in den sechs Wochen alles zu verarbeiten, aber nicht noch einmal für eine komplette Saison." Entsprechend gilt auch die Absprache mit Sportchef Horst Heldt, der sich parallel längst mit langfristigen Trainer-Kandidaten beschäftigen dürfte. Medien haben diesbezüglich zuletzt unter anderem die Rückkehr von Peter Stöger als realistisches Szenario dargestellt (fussball.news berichtete).

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Lars Pollmann  
25.04.2021