0:3 in Dortmund

"Werde gesteinigt": Fürth-Boss wittert Schiri-Benachteiligung

In dieser Szene zeigt Schiedsrichter Daniel Schlager (l.) Fürths Jetro Willems die Gelbe Karte. Foto: Getty Images

Nach dem 0:3 bei Borussia Dortmund hagelte es von Seiten der SpVgg Greuther Fürth Kritik an Schiedsrichter Daniel Schlager. Fürths Sportboss Rachid Azzouzi unterstellte den Bundesliga-Schiedsrichtern sogar eine Benachteiligung. 

Streitpunkt zwischen Borussia Dortmund und der SpVgg Greuther Fürth nach dem Spiel: Ein möglicher Platzverweis von BVB-Youngster Jude Bellingham. Der hätte vor der Pause nach einem rüden Einsteigen die zweite Gelbe Karte sehen müssen. Doch Schiedsrichter Daniel Schlager ließ sie trotz gutem Blickfeld stecken. Dortmunds Coach Marco Rose hatte entsprechend die Möglichkeit zu reagieren und wechselte den Engländer zur Halbzeit aus. Eine entscheidende Szene des Spiels beim Stand von 1:0 für die Borussia.

"Wenn das ein blauer Spieler gewesen wäre..."

Der Fürther Sportdirektor Rachid Azzouzi sagte nach der Partie auf Sky: "Wenn das ein blauer Spieler gewesen wäre, wäre er weg gewesen. Da kann ich Brief und Siegel geben. Ich glaube schon, auch wenn ich von den Schiedsrichtern gesteinigt werde, dass es unterbewusst so ist, wenn du dir einen Fehler gegen Dortmund erlaubst, gibt es Theater. Wenn dir gegen Fürth einer passiert, dann redet in drei Stunden keiner mehr drüber." Werden die kleinen Klubs in der Bundesliga gegenüber den großen benachteiligt? Das zumindest vermutet Azzouzi.

Vorteile für Dortmund und Bayern

Seine Vermutung: "Ich glaube schon, dass einfach die Kulisse und vor dem Hintergrund, dass es Dortmund oder Bayern ist, es ab und zu Entscheidungen gibt, die nicht ganz nachzuvollziehen sind." Eine Absicht, bewusst Fehlentscheidungen treffen zu wollen, sieht Azzouzi zwar nicht, dennoch vermutet er, dass die Thematik "unterbewusst drin ist." Sein klares Statement mit Blick auf das 0:3 bei der Borussia: "Heute hat der Schiedsrichter seinen Teil dazu beigetragen. Ein Punkt war heute drin." 

Benjamin Heinrich  
16.12.2021