Von Gladbach zum BVB

Für 12 Mio. Euro: Bensebaini-Deal vor dem Abschluss?

Bensebaini soll vor dem Wechsel nach Dortmund stehen. Foto: Getty Images
Bensebaini soll vor dem Wechsel nach Dortmund stehen. Foto: Getty Images

Borussia Dortmund stellt sich nach einer insgesamt enttäuschenden Spielzeit auf einen großen Umbruch im Sommer ein. Nach Niklas Süle und Nico Schlotterbeck sollte bald auch Karim Adeyemi als Neuzugang feststehen. Der BVB sucht unter anderem auch im Mittelfeld und auf der linken Abwehrseite nach verlässlicherem Personal. Mit Ramy Bensebaini scheint eine Lösung für die Außenverteidigung gefunden.

Das Interesse der Schwarzgelben am Algerier von Borussia Mönchengladbach ist kein großes Geheimnis, Cheftrainer Marco Rose kennt ihn aus gemeinsamen Zeiten am Niederrhein bestens. Dem 27-Jährigen trauen sie in Dortmund wohl zu, offensive Qualitäten und defensive Stabilität in besseren Einklang zu bringen, als es Raphael Guerreiro in den vergangenen Monaten gelungen ist. Ob Bensebaini sein Konkurrent würde oder nicht gleich sein Ersatz, weil der Portugiese verkauft wird, bliebe abzuwarten. Gladbach-Sportdirektor Roland Virkus ließ zuletzt allerdings wissen, dass es seitens der Schwarzgelben bislang kein Angebot für Bensebaini gibt (fussball.news berichtete). 

Ein Jahr vor Vertragsende

Laut eines Berichts von Sport Bild steht der Deal dennoch kurz bevor. Demnach kostet der 46-fache Nationalspieler den BVB eine Ablöse von 12 Millionen Euro. Sie erscheint angesichts des 2023 auslaufenden Vertrags von Bensebaini bei den Fohlen als durchaus marktgerecht. Ein gewisses Geschmäckle bliebe dennoch, wenn Rose ein Jahr nach seinem vieldiskutierten Wechsel von Gladbach nach Dortmund einen seiner ehemaligen Schützlinge nachholen sollte. "Wenn Marco Rose sagt, er nimmt keinen Spieler mit zu Borussia Dortmund, dann nimmt er keinen Spieler mit zu Borussia Dortmund. Fertig, aus", erklärte der Übungsleiter im Februar 2021 in einer Pressekonferenz. Dass damit in erster Linie das seinerzeit anstehende Sommertransferfenster gemeint war, liegt zwar auf der Hand, wird den BVB-Coach aber wohl kaum vor neuen Anfeindungen aus dem Lager der Gladbach-Fans schützen.

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Lars Pollmann  
04.05.2022