Präsident stolz

Hess-Grunewald: Füllkrug "ein Stück Werder für Deutschland"

Füllkrug wurde erstmals für die Nationalmannschaft nominiert. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images
Füllkrug wurde erstmals für die Nationalmannschaft nominiert. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

Mit Niclas Füllkrug stellt Werder Bremen bei der Weltmeisterschaft in Katar einen deutschen Nationalspieler. Klubpräsident Hubertus Hess-Grunewald will auch deshalb bei der WM zugucken - und sie nicht boykottieren.

"Es gilt, die schwerwiegenden Missstände vor Ort aufzuzeigen und sich nicht hinter einem vermeintlich unbeteiligten Schweigen zu verstecken", erklärte Werder Bremen zuletzt in Hinblick auf die Weltmeisterschaft in Katar in einem Statement. Hinter dieser Meinung steht Hubertus Hess-Grunewald. Der Bild-Zeitung sagt der 62-Jährige: "Die Vorfreude, die ich in all den Jahren zuvor bei Weltmeisterschaften hatte, habe ich momentan nicht. Ich werde aber nicht boykottieren und speziell die Spiele der deutschen Mannschaft schauen."

Werder kassiert für Füllkrug

Und das aus einem guten Grund. "Denn Niclas Füllkrug spielt für uns alle, da läuft auch ein Stück Werder für Deutschland auf. Und wenn wir nicht wegschauen, sondern sehr genau hinschauen, kann das Event vielleicht sogar einen Beitrag für eine positive Entwicklung leisten", begründet der Werder-Präsident. Umso weiter die deutsche Nationalmannschaft bei der WM in Katar kommt, desto mehr Geld erhält auch Werder. Für die Gruppenphase zahlt die FIFA allein circa 174.000 Euro pro Nationalspieler aus. Für das Achtelfinale gibt es weitere 38.600 Euro. Für das Viertelfinale kämen erneut 57.900 Euro hinzu. Für das Halbfinale weitere 38.600 Euro und für das Endspiel obendrauf 48.230 Euro. Insgesamt zahlt die FIFA somit maximal rund 356.900 Euro pro Nationalspieler aus.

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Adrian Kuehnel  
21.11.2022