Werder Bremen

Füllkrug-Ablöse? "20 Mio. waren stets reines Wunschdenken"

An Füllkrug in gelb muss man sich noch gewöhnen. Foto: Getty Images
An Füllkrug in gelb muss man sich noch gewöhnen. Foto: Getty Images

Werder Bremen hat den Abschied von Niclas Füllkrug im abgelaufenen Transferfenster aus wirtschaftlichen Gründen zu keinem Zeitpunkt ausgeschlossen. Tatsächlich ist der Wechsel zu Borussia Dortmund weniger als 24 Stunden vor der Deadline über die Bühne gegangen. Dafür kassiert Werder die Fixsumme von 13 Millionen Euro. Dieter Burdenski hält sie für angebracht.

Deal mit drei Gewinnern?

"Nur 13 Mio. Euro, stöhnen viele. Aber die von Werder geforderten 20 Mio. waren stets reines Wunschdenken. Für einen 30-jährigen Spieler von Werder wird kaum ein Verein eine solche Summe zahlen", so die Klublegende in einer Kolumne für die Bild-Zeitung. Der langjährige Stammtorhüter sieht im Deal um Füllkrug so eigentlich nur Gewinner. Dortmund habe sich einen "Klasse-Mann im Sturm" gesichert, "Füllkrug sein Gehalt verdreifacht".

"Kompletter und insgesamt stärker als Haller"

"Werder hat am Ende doch noch einen zweistelligen Millionen-Betrag erhalten, den der Verein dringend benötigte", so Burdenski. Freilich sei der Nationalspieler "als Gesicht des Vereins und Imageträger in absehbarer Zeit" nicht zu ersetzen, wirtschaftlich war der Transfer aber weitgehend alternativlos. Für Burdenski steht nun außer Frage, dass sich Füllkrug in Dortmund durchsetzen wird. "Er ist für mich der komplettere und insgesamt stärkere Stürmer als Sebastien Haller, den ich ohnehin für überschätzt halte." Das erste Wiedersehen mit Füllkrug ist für den 20. Oktober vorgesehen. Füllkrug könnte dabei wie einige BVB-Kollegen wegen einer Nordamerika-Reise der DFB-Auswahl körperlich geschwächt sein.

Profile picture for user Lars Pollmann
Lars Pollmann  
11.09.2023