Transfer-Themen

Fritz: Kein "Keil" zwischen Anfang und sportlicher Leitung

Anfang holte zum Debüt ein Remis gegen Hannover. Foto: Imago
Anfang holte zum Debüt ein Remis gegen Hannover. Foto: Imago

Werder Bremen hat zum Auftakt in die Zweitliga-Saison ein eher ernüchterndes 1:1 gegen Hannover 96 erzielt. Das erhoffte Aufbruchs-Signal nach dem Abstieg fiel ins Wasser. Für Unruhe sorgt neben dem Platz vor allem der Transfermarkt. Clemens Fritz bemüht sich um eine Einordnung.

"Ich habe das Gefühl, dass gerade versucht wird, einen Keil zwischen Frank Baumann und mir auf der einen Seite sowie Markus Anfang auf der anderen Seite zu treiben. Das ist für mich nicht in Ordnung!", zitiert das Portal DeichStube den Leiter Profi-Fußball der Hanseaten. Sportchef Baumann hatte unlängst noch zahlreiche Transfers bis Ende August angekündigt, während manche Medien über vermeintliche Wünsche und Forderungen von Trainer Anfang sinnierten.

"Man muss bei den Transfers Geduld haben"

"Der Trainer ist in alle Planungen und Entscheidungen eingebunden. Es ist in diesem Jahr aber einfach so, dass man bei den Transfers Geduld haben muss", erklärt Fritz. Werder Bremen wolle und könne Spieler "nicht verschenken", nur um selbst aktiv werden zu können. In diesem Lichte ist auch die harsche Bewertung der Darbietung gegen Hannover ein Dorn im Auge von Fritz. Im mit 14 000 Zuschauern gefüllten Stadion hallten nach Abpfiff einige Pfiffe.

"Durch diese Liga gehst du nicht einfach so durch"

"Ich kann die Unzufriedenheit und den Unmut der Fans verstehen. Wir haben auch einen anderen Anspruch, wir wollen eine andere Leistung anbieten. Aber das Spiel hat auch gezeigt: Durch diese Liga gehst du nicht einfach so durch", sagt Fritz. Eine ähnliche Erfahrung hat der Mit-Absteiger FC Schalke 04 beim 1:3 gegen den Hamburger SV gemacht. Die Profis der Königsblauen wurden anschließend vom Anhang aber ermutigt. Das würde sich Fritz wohl auch für Werder Bremen wünschen. "Wir haben es auch mit Menschen zu tun, die nicht auf Knopfdruck völlig befreit aufspielen können", verweist er auf die schweren beiden Vorjahre, die im Abstieg den traurigen Höhepunkt fanden.

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Lars Pollmann  
27.07.2021