Neue Rolle für den Ex-Profi

Fritz als Leiter Profifußball nicht "das Ohr des Trainers"

Fritz zehrt von den eigenen Erfahrungen als Profi. Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images
Fritz zehrt von den eigenen Erfahrungen als Profi. Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Clemens Fritz hat bei Werder Bremen seit diesem Sommer eine Doppelrolle inne. Er bleibt Leiter der Scouting-Abteilung, ist zudem auch Leiter Profifußball. Der langjährige Kapitän bildet damit die Schnittstelle zwischen Trainerteam und Mannschaft.

Im Trainingslager der Hanseaten im Zillertal bot sich nun erstmals die Möglichkeit, dass Fritz viel Zeit mit den Spielern verbringt. "Es ist das perfekte Umfeld, die Mannschaft besser kennen zu lernen, mit den Spielern zu sprechen und ein gutes Gefühl für das Team zu bekommen", zitiert der Weser-Kurier Fritz. Der 39-Jährige weiß allerdings auch, dass seine Interaktion mit den Spielern ein gewisses Maß nicht überschreiten sollte.

"Das ist ein schmaler Grat"

Er wolle verhindern, "dass man als Spieler denkt: Was will der denn jetzt schon wieder von mir? Das ist ein schmaler Grat'", so Fritz. Wichtig ist vor allem ein Vertrauensverhältnis. Der Leiter Profifußball, früher hätte man dazu womöglich Teammanager gesagt, darf nicht bloß der verlängerte Arm des Trainerstabs sein. "Ich denke nicht, dass Spieler denken, ich bin das Ohr des Trainers. Ich weiß ganz genau, was ich kommuniziere und was ich auch mal nicht kommuniziere", erklärt Fritz.

"Kaum ein Verein aktiv"

Während er sich in der neuen Rolle noch einfindet, ist das geöffnete Transferfenster für seine Tätigkeit im Scouting eigentlich eine besonders arbeitsintensive Zeit. Jedoch kommt der Markt noch nicht so recht ins Rollen. "Kaum ein Verein ist derzeit aktiv. Es kommen immer mal wieder Anfragen rein für einige unserer Spieler, die wir noch abgeben wollen", sagt Fritz aber doch. Dem Vernehmen nach geht es dabei aber noch nicht um die Leistungsträger, deren Abgänge viele Einnahmen generieren würden.

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Lars Pollmann  
23.08.2020