Wie geht es für den Sportdirektor weiter?

Friedrich lässt seine Zukunft offen: "Muss Zeit haben"

Arne Friedrich lässt seine Zukunft offen. Foto: Imago
Arne Friedrich lässt seine Zukunft offen. Foto: Imago

Bis Saisonende ist Arne Friedrich bei Hertha BSC für die sportliche Leitung verantwortlich. Der 41-Jährige lässt seine Zukunft über den Sommer hinaus offen und beschäftigt sich in erster Linie mit dem Endspurt in der Bundesliga.

Seit November 2019 ist Arne Friedrich wieder bei Hertha BSC. Der frühere Innenverteidiger, der von 2002 bis 2010 für die Alte Dame aktiv war, wurde unter Jürgen Klinsmann "Performance Manager", stieg im Sommer vergangenen Jahres zum Sportdirektor auf und trat im Januar dieses Jahres in die Fußstapfen von Geschäftsführer Michael Preetz, der gemeinsam mit dem damaligen Cheftrainer Bruno Labbadia entlassen wurde. Wie es ab Sommer in der Hauptstadt weitergeht, ist jedoch unklar - denn einerseits herrscht offenbar noch immer keine Einigung mit Eintracht Frankfurt über die Verpflichtung von Fredi Bobic, der als Top-Favorit auf Preetz' Nachfolge gilt. Andererseits läuft Friedrichs Vertrag nach dieser Saison aus.

Friedrich lässt sich Zeit

Auf Fragen über seine Zukunft antwortet Friedrich ausweichend: "Für eine solche Entscheidungsfindung muss ich dann schon etwas Zeit haben", sagte er der Bild-Zeitung und betonte: "Es gibt im Moment wenig Zeit zu reflektieren. Das Tagesgeschäft sowie die Ausrichtung unseres Vereins für die Zukunft – das ist ein großes Pensum." Er wolle sich dann Gedanken machen, "wenn wir unsere aktuellen Aufgaben erledigt haben", erklärte Friedrich, dem es "derzeit viel Spaß macht."

Fokus auf Abstiegskampf

Einfach ist das Tagesgeschäft aber nicht: Mit 24 Punkten belegt die Hertha den 14. Tabellenplatz, der Vorsprung auf die direkten Abstiegsplätze beträgt nur zwei Punkte. Nach der Länderspielpause steht das Stadt-Derby gegen Union Berlin auf dem Programm, die darauffolgenden Gegner heißen Borussia Mönchengladbach, Mainz 05, SC Freiburg und Schalke 04. "Wir wollen und müssen jetzt in der Liga weiter Spiele gewinnen, je schneller desto besser", sagte Friedrich, der wie im Hinspiel (3:1) einen Derby-Sieg gegen Union anpeilt: "Union steht auf einem sehr guten Tabellenplatz und wir stecken im Abstiegskampf. Deshalb sind für uns jetzt die drei Punkte das Wichtigste."

Florian Bajus  
26.03.2021

Feed