Hertha in Quarantäne

Friedrich zur Corona-Lage: "Fahrlässigkeit unterstelle ich auf keinen Fall"

Herthas Sportdirektor Arne Friedrich erklärte sich zur Corona-Lage im Verein.
Herthas Sportdirektor Arne Friedrich erklärte sich zur Corona-Lage im Verein. (Foto: imago)

Die komplette Mannschaft von Hertha BSC befindet sich derzeit in Quarantäne. Damit verpassen die Berliner in der aktuellen englischen Woche drei Partien, die anschließend in kürzester Zeit nachgeholt werden müssen. Sportdirektor Arne Friedrich nimmt den Spielplan sportlich und verweist darauf, dass der Verein alle Hygieneregeln eingehalten und umgesetzt hat.

"Wir haben mit Rune Jarstein einen Spieler, den es am schwersten getroffen hat, der sogar ins Krankenhaus eingewiesen wurde", erklärte Friedrich im Interview mit dem ZDF Sportstudio. Mittlerweile soll Jarstein, der Keeper von Hertha BSC, wieder auf dem Weg der Besserung sein. Den üblichen Betroffenen, Cheftrainer Pal Dardai, Co-Trainer Admir Hamzagic, Angreifer Dodi Lukebakio und Verteidiger Marvin Plattenhardt, gehe es laut Friedrich "den Umständen entsprechend gut".

"Fahrlässigkeit unterstelle ich auf gar keinen Fall"

Unklar ist bisweilen, wo sich Spieler und Trainer angesteckt haben sollen. "Das ist super schwer nachzuverfolgen", erklärte der Sportdirektor. Bei Jarstein sei davon auszugehen, dass dieser die Infektion von der Länderspielpause mitgebracht habe, bei den anderen Personen ist eine Rückverfolgung bislang nicht möglich. Dass seine Spieler fahrlässig gehandelt hätten, lässt sich Friedrich nicht nachsagen: "Fahrlässigkeit unterstelle ich auf gar keinen Fall. Ich kann versichern, dass wir die Hygienschutzregeln immer einhalten. Bevor die einzelnen Tests nicht negativ sind, haben Spieler, Trainer und Betreuer keinen Zugang zur Kabine."

Hertha droht hartes Programm im Saison-Endspurt

Weil Hertha BSC mitten im Abstiegsstrudel steckt, könnte der der Schlussspurt mit all den Nachholspielen zum Kraftakt und somit zum Nachteil der Berliner ausfallen. Friedrich ist folgender Ansicht: "Wir ziehen das Positive daraus. Das wird ein hartes Programm, aber dem stellen wir uns. Denn tabellarisch haben wir uns selber in die Lage gebracht und müssen uns nun wieder herausziehen." Bis es jedoch soweit ist, sind die verbleibenden gesunden Spieler zum Home-Training aufgefordert. Dafür hat der Verein jedem Einzelnen Fahrräder und Laufbänder nach Hause geliefert.

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Tom Jacob  
18.04.2021