Breisgau-Fußballwunder

Freiburg in der UCL? Calmund: "Absolut realistisch!"

Stürmt Freiburg bis in die Champions League? Foto: Getty Images
Stürmt Freiburg bis in die Champions League? Foto: Getty Images

Der SC Freiburg verbringt die kurze Winterpause der Bundesliga auf dem sensationellen dritten Tabellenplatz. Am Saisonende würde er den mit Abstand größten Erfolg der Vereinsgeschichte bedeuten: die erstmalige Teilnahme an der Champions League. Reiner Calmund wünscht es sich.

"Sie spielen einen aggressiven Tempo-Fußball. Das ist was fürs Herz", erklärt der langjährige Bundesliga-Manager die Breisgauer gegenüber dem Express zu einem seiner Gewinner der Hinrunde. Entscheidend für die Entwicklung des Sportclubs sei ein schwerer Moment vor zehn Jahren gewesen. "Sie waren in der Winterpause Letzter, hatten Top-Torjäger Papiss Demba Cisse für 12 Millionen Euro an Newcastle verkauft", erinnert Calmund.

"Was dann passierte, war ein kleines Wunder"

"Der damalige Präsident Fritz Keller ist in sein Weingut gegangen, hat zwei Flaschen geköpft und kam auf die Idee, Christian Streich zum Chefcoach zu machen. Was dann passierte, war ein kleines Wunder", so der 73-Jährige. Tatsächlich wurde Cisse zwar erst verkauft, als der neue Übungsleiter schon am Werk war, das macht die Geschichte aber kaum weniger faszinierend. Zehn Jahre später steht Streich mit Freiburg vor der Krönung durch die Qualifikation zur Königsklasse.

Hauch von Königsklasse

"Platz drei oder vier am Saisonende halte ich für absolut realistisch", sagt Calmund. "Das neue Stadion erinnert mich schon ein wenig an die Königsklasse." Neben Streich gehören derweil auch einige Profis zu den Gesichtern des Erfolgs. Exemplarisch nennt Calmund Christian Günther und Nico Schlotterbeck. "Zwei, bei denen ich fest davon ausgehe, dass Hansi Flick sie mit zur WM nach Katar nimmt."

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Lars Pollmann  
25.12.2021