Kritik an Investor

Ex-Herthaner Franz: "Windhorst hat keine Ahnung vom Fußball"

Maik Franz (Foto) kritisiert Lars Windhorst deutlich. Foto: Getty Images.
Maik Franz (Foto) kritisiert Lars Windhorst deutlich. Foto: Getty Images.

Lars Windhorst hat in einer öffentlichen Stellungnahme seine Anteile bei Hertha BSC zum Verkauf angeboten und Kritik an Vereinspräsident Kay Bernstein geäußert. Ex-Spieler Maik Franz lässt kein gutes Haar am Investor,  sieht den Klub nun jedoch in einer prekären Situation.

Das Tischtuch zwischen Hertha BSC und Lars Windhorst ist nach drei Jahren endgültig zerschnitten. Nach einem Bericht der Financial Times, wonach Windhorst vor der Wahl des Vereinspräsidenten eine Kampagne zur Diffamierung von Ex-Präsident Werner Gegenbauer in Auftrag gegeben haben soll, warf der Investor dem Klub in einer auf Facebook veröffentlichten Stellungnahme am fünften Oktober mangelnde Kommunikation vor ("Statt gemeinsam mit uns an der Aufklärung zu arbeiten, hat Präsident Bernstein (Kay, d. Red.) entschieden, sich ohne Prüfung der Beweislage den Vorverurteilungen anzuschließen") und äußerte seine Absicht, die Anteile am Bundesligisten in Höhe von 64,7 Prozent zu verkaufen (fussball.news berichtete). 

Franz kritisiert Windhorst: "Keine Ahnung vom Vereinsleben"

Im Sport1-Doppelpass äußerte Maik Franz, der von 2011 bis 2014 für Hertha BSC gespielt und in der Hauptstadt seine Karriere beendet hat, deutliche Kritik an Windhorst: "Lars Windhorst hat keine Ahnung vom Fußball und Vereinsleben. Er versucht nun, den schwarzen Peter der Hertha und Präsident Kay Bernstein zuzuschieben." Der Verein gehe aktuell jedoch nicht als Sieger hervor: "Für Hertha ist das eine gefährliche Situation, dem Klub sind die Hände gebunden, das Geld ist weg. Es wurden da viele Millionen auch in Spielern versenkt – was manche da verdient haben, ist geisteskrank." Die Lage bleibt damit brisant. 

Florian Bajus  
09.10.2022