Kein Tauschgeschäft

Frankenbach erklärt: So liefen die Wechsel von Silva und Rebic

Ante Rebic (l.) und Andre Silva tauschten im vergangenen Sommer den Klub. Foto: Imago

Im Sommer 2020 verpflichtete Eintracht Frankfurt Andre Silva nach einer einjährigen Leihe fest vom AC Mailand. Der italienische Topklub hingegen verpflichtete, ebenfalls nach einjähriger Leihe, Ante Rebic von den Hessen. Laut Frankfurts Finanzvorstand Oliver Frankenbach eine glückliche Fügung.

Mit dem Transfer von Andre Silva ist Eintracht Frankfurt im Nachhinein ein echter Coup gelungen. Der portugiesische Nationalstürmer kostete die Hessen im vergangenen Sommer dem Vernehmen nach nur eine niedrige einstellige Millionensumme. In der laufenden Saison traf der 25-Jährige in der Bundesliga bislang 25-mal und könnte in der kommenden Transferphase für ein Vielfaches den Klub verlassen. Dass die Eintracht bei Silva ein solch lukratives Geschäft machen konnte, hatte laut Finanzboss Oliver Frankenbach nichts mit dem Transfer von Ante Rebic zu tun, der im Sommer 2020 den umgekehrten Weg von Frankfurt nach Mailand wählte. "Es war nie ein Tauschgeschäft. Wenn ein Spieler von Klub A zu Klub B wechselt und ein anderer von Klub B zu Klub A, ist das für mich erst mal kein Tauschgeschäft. Die Transfers standen in überhaupt keinem Zusammenhang", erklärte der 53-Jährige auf Nachfrage von fussball.news.

Silva-Rebic-Deal "eine gute Sache für uns"

Frankenbach erklärte, wie der Deal mit dem AC Mailand zustande kam: "Es war einfach eine glückliche Fügung, nachdem wir im Jahr zuvor die Leihe hatten, Ante Rebic sich verändern wollte und dass es einen Spieler Andre Silva beim AC Milan gab, der dort unzufrieden war." Die Folge: Beide Spieler wechselten 2019 zunächst für eine auf zwei Jahre angelegte Leihe den Klub, schon ein später kam es dann zu Verhandlungen aus dem Leihgeschäften dauerhafte Transfers zu machen. "Dass wir es ein Jahr später beide in einen permanenten Transfer umwandeln konnten, das war eine gute Sache im Nachhinein für uns. Wir haben einen sehr, sehr guten Spieler verpflichtet, der AC Mailand auch. Es war aber kein Tausch, deshalb gibt es da auch im betriebswirtschaftlichen Sinn keine Besonderheit", schilderte der Diplom-Kaufmann. Eine Verrechnung der beiden Transfers hat es demnach nicht gegeben. Dass beide Klubs sich im Zuge dessen bei der Ablöse entgegenkamen, kann bei den kolportierten Summen aber durchaus angenommen werden. Für Frankfurt war es in jedem Fall ein echter Transfercoup.

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Benjamin Heinrich  
29.04.2021