Ex-Real-Star erinnert sich

Khedira: "Fragte Mourinho, ob wir per SMS kommunizieren können"

Mourinho (r.) galt als Khediras Förderer bei Real Madrid.
Mourinho (r.) galt als Khediras Förderer bei Real Madrid. Foto: Imago

Sami Khedira wechselte nach der Weltmeisterschaft 2010 vom VfB Stuttgart zu Real Madrid. Auf Wunsch des damaligen Real-Trainers Jose Mourinho wurde der Mittelfeldspieler verpflichtet. Für den heute Ex-Profi war dies damals surreal.

Der Wechsel zum Top-Klub Real Madrid war für Sami Khedira etwas ganz Besonderes. Mit der deutschen Nationalmannschaft hatte er soeben in Südafrika bis zum Halbfinale eine überzeugende WM gespielt, ehe plötzlich Jose Mourinho um ihn warb." Ich erinnere mich ganz genau daran. Ich hatte einen Anruf bekommen: 'Sami, Real Madrid will dich und (José) Mourinho wird dich anrufen'", erinnerte sich Khedira nun in einem Interview mit der spanischen Sportzeitung Marca zurück (Zitate via Real Total).

"Mourinho ist das Beste, was mir passiert ist"

Weiter führte der heute 34-Jährige aus: "Ich dachte, das sei ein schlechter Scherz. Dazu war mir nach dem Ausscheiden bei der Weltmeisterschaft gegen. Ich war sehr nervös und meine größte Sorge war mein Englisch, weil ich es damals noch nicht so beherrscht hatte. Und das dann noch mit der Nervosität." Doch Mourinho rief tatsächlich an und Khedira "fragte ihn, ob wir nicht per SMS kommunizieren könnten. Er lachte und sagte mir, dass das natürlich geht. Er sagte mir, dass er mich bei Real Madrid haben will. In dem Gespräch veränderte sich meine Karriere". 'The Special One' sei "das Beste, was mir passiert ist", so der Weltmeister von 2014: "Die Jahre unter ihm waren unglaublich und meine ersten Jahre in Madrid unfassbar intensiv."

"Habe beim Abschied geweint"

Während Mourinho 2013 bei Real Madrid den Abgang gen FC Chelsea machte, verließ Khedira zwei Jahre später die Königlichen, um zu Juventus Turin zu wechseln. "Ich liebe Real Madrid und habe beim Abschied geweint", sagte der gebürtige Stuttgarter, der daraufhin knapp sechs Jahre in Turin blieb, ehe er von Februar bis Ende Mai diesen Jahres noch das Trikot von Hertha BSC trug, um im Anschluss seine Fußballschuhe an den Nagel zu hängen.

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Adrian Kuehnel  
08.06.2021