Schwächste Hinrunde

Forsberg über Marsch-Aus: "Keine gute Zeit, vor allem mental"

Emil Forsberg (Vordergrund) hatte in der Hinrunde Schwierigkeiten. Foto: Getty Images.
Emil Forsberg (Vordergrund) hatte in der Hinrunde Schwierigkeiten. Foto: Getty Images.

RB Leipzig hat in dieser Saison die schwächste Hinrunde der noch jungen Bundesliga-Geschichte gespielt. Emil Forsberg hatte in den vergangenen Monaten vor allen Dingen auf mentaler Ebene Schwierigkeiten.

Für RB Leipzig ging es seit dem Aufstieg in die Bundesliga steil nach oben. Die Sachsen wurden zweimal Vizemeister, erreichten zweimal das DFB-Pokal-Finale und vor eineinhalb Jahren sogar das Halbfinale der Champions League. Der Trainerwechsel von Julian Nagelsmann zu Jesse Marsch war allerdings ein Schritt zurück. Die Spielphilosophie des US-Amerikaners, der wesentlich stärker auf das RB-typische Pressing setzt als Nagelsmann, der einen ballorientierten Fußball bevorzugt, war nicht kompatibel mit dem Kader. Leipzig verlor 6 von 14 Bundesligaspielen unter Marsch, der nach der 1:2-Pleite gegen Union Berlin Anfang Dezember entlassen wurde.

Forsberg: "Das war nicht ganz einfach für alle"

Nach einem Sieg, einem Unentschieden und einer Niederlage unter Nachfolger Domenico Tedesco überwintern die Roten Bullen mit 22 Punkten auf Platz zehn, der Rückstand auf die Champions-League-Plätze beträgt sechs Punkte. Während die Chefetage mit den Resultaten unzufrieden ist, offenbarte Emil Forsberg gegenüber der Bild-Zeitung, dass die Hinrunde große Spuren hinterlassen hat: "Es war keine gute Zeit, für mich persönlich, vor allem auch mental. Wir hatten die sieben Jahre, die ich in Leipzig bin, immer nur Erfolg. Jetzt gab es erstmals Gegenwind und das war nicht ganz einfach für alle", sagte der Schwede.

"Ich war Jesse schon sehr nah"

Das Aus von Marsch habe ihn auch persönlich getroffen, erzählte Forsberg: "Ich war Jesse schon sehr nah und wir hatten persönlich ein gutes Verhältnis." Allerdings treffe den US-Amerikaner nicht die alleinige Schuld für das schwache Abschneiden: "Wenn du nicht auf dem Platz lieferst und dann der Trainer weg ist, dann liegt nicht nur an ihm, sondern an allen Spielern." Dieses Kapitel ist mittlerweile aber geschlossen - jetzt liegt es an Tedesco, RB wieder auf Kurs zu bringen.

Florian Bajus  
31.12.2021