Milliardäre im Fußball

Ranking: So mega-reich sind Investoren wie Hopp, Mateschitz und Tönnies

Investoren finden immer mehr Gefallen am Fußball. Foto: Imago
Investoren finden immer mehr Gefallen am Fußball. Foto: Imago

In drei der vier Viertelfinal-Hinspiele der Champions League gingen unter der Woche Teams als Sieger vom Platz, die von einem Investor hochgepäppelt wurden. Längst haben sich Fußballfans auf der ganzen Welt damit arrangieren müssen, dass Superreiche Geld in den Sport pumpen und so die Verhältnisse verändern.

In den wenigsten Ländern regt sich dagegen noch heute so viel Widerstand wie in Deutschland. In den Bundesligen gibt es nach wie vor vergleichsweise hohe Hürden, ehe ein Investor einen Klub übernehmen kann. Dennoch gibt es natürlich auch hierzulande Beispiele, bei denen Unternehmen oder gar Einzelpersonen Einfluss auf die Klubs nehmen oder gar eine kontrollierende Mehrheit innehaben. RB Leipzig und die TSG Hoffenheim sind vor diesem Hintergrund Feindbilder für traditionsbewusste Fans anderer Klubs in der Bundesliga.

Leipzig und Hoffenheim vertreten

Die Männer im Hintergrund, der Getränke-Milliardär Dietrich Mateschitz und Software-Magnat Dietmar Hopp, gehören zu den reichsten der reichen Menschen auf der Welt. Dies belegt auch das jährliche Ranking des US-Wirtschaftsmagazins Forbes, das unter der Woche für 2021 erschienen ist. Demnach gibt es aktuell 2 755 (Dollar-) Milliardäre auf der Welt, unter ihnen landet Mateschitz mit einem Reinvermögen von knapp 27 Milliarden US Dollar auf Rang 56. Hopp, der mitsamt seiner Familie geführt wird, rangiert mit etwas mehr als 10 Milliarden Reinvermögen auf Platz 224.

Stade Rennes gehört dem reichsten Fußball-Investor

Mateschitz ist dabei aber noch nicht einmal der reichste Fußball-Investor der Welt. Den Spitzenplatz im aktuellen Forbes-Ranking nimmt Francois Pinault mit seiner Familie ein. Pinault führt die Firmengruppe Kering, die unter anderem den Sportartikelhersteller Puma besitzt. Zum Imperium gehört auch der Ligue-1-Klub Stade Rennes. Der Klub aus der Bretagne gehört nicht zu den erfolgreichsten Vereinen in Frankreich, wurde etwa noch nie Meister. Auch, weil der Klub zwar einer der reichsten Familien der Welt gehört, die aber nicht ohne Ende Geld reinsteckt. 

Auch Kühne und Tönnies gelistet

Überhaupt ist die Unterscheidung zwischen Investoren und Besitzern bisweilen wichtig. Etwa bei Klaus-Michael Kühne, dessen Reinvermögen nur knapp unterhalb dessen liegt, was für Mateschitz veranschlagt wird. Der Reederei-Magnat aber hat nur vereinzelt beim Hamburger SV investiert, ohne persönlichen unmittelbaren Einfluss auf das Tagesgeschäft. Anders sieht es bei Clemens Tönnies aus, der bis ins Vorjahr hinein bisweilen auch privates Geld beim FC Schalke 04 investierte und seinen Einfluss auch als Aufsichtsratsvorsitzender geltend machte. Mit einem Reinvermögen von 'nur' 1,6 Milliarden US Dollar hat es der Fleisch- und Wurstfabrikant gerade so auf die Forbes-Liste geschafft.

Fußball-Investoren bzw. Klub-Besitzer im Forbes-Ranking

1. Francois Pinault (mit Familie), Stade Rennes, Reinvermögen 42,3 Milliarden USD

2. Dietrich Mateschitz, u.a. RB Leipzig, Reinvermögen 26,9 Milliarden USD

3. Klaus-Michael Kühne, Hamburger SV, Reinvermögen 26,3 Milliarden USD

4. Roman Abramovich, FC Chelsea, Reinvermögen 14,5 Milliarden USD

5. Philip Anschutz, LA Galaxy, Reinvermögen 10,1 Milliarden USD

= 5. Dietmar Hopp (mit Familie), TSG Hoffenheim, Reinvermögen 10,1 Milliarden USD

7. Stanley Kroenke, FC Arsenal, Reinvermögen 8,2 Milliarden USD

8. Shahid Khan, FC Fulham, Reinvermögen 8 Milliarden USD

9. Robert Kraft, New England Revolution, Reinvermögen 6,9 Milliarden USD

10. Dmitry Rybolovlev, AS Monaco, Reinvermögen 6,7 Milliarden USD

11. Arthur Blank, Atlanta United, Reinvermögen 6,2 Milliarden USD

12. Clemens Tönnies, FC Schalke 04, Reinvermögen 1,6 Milliarden USD

(Bei dieser Liste handelt es sich um eine Auswahl ohne Anspruch auf Vollständigkeit, die Redaktion)

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Lars Pollmann  
08.04.2021