Bayern-Coach erwartet heiße Kölner

Flick: "Nichts Leichter, als ein Team gegen Bayern zu motivieren"

Flick reist zurück nach Köln. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images
Flick reist zurück nach Köln. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

Für Hansi Flick stellt das Bundesliga-Spiel des FC Bayern am Samstag eine Reise in die Vergangenheit dar. Der heutige Chefcoach verbrachte die letzten drei Jahre seiner aktiven Laufbahn beim 1.FC Köln. Die Geißböcke sind gegen den Rekordmeister der klare Außenseiter. Darin liegt womöglich eine kleine Chance.

Wer auf dem Papier so hoffnungslos unterlegen scheint, muss sich schließlich an jeden Strohhalm klammern. Dies erwartet Flick wohl vom FC. Er könne sich gut in Markus Gisdol hineinversetzen, so der Erfolgstrainer des Rekordmeisters. "Es gibt nichts Leichteres, als eine Mannschaft gegen Bayern München zu motivieren. Ich weiß, wie das aussehen könnte: Da geht es um Leidenschaft, um 90 Minuten Fight", sagt der 55-Jährige gegenüber dem Express.

"Stimmung ist in Köln ganz entscheidend"

Dabei glaubt Flick jedoch, die Abwesenheit von Fans sei ein großer Nachteil für die Gastgeber in Müngersdorf. "Die Stimmung ist in Köln ganz entscheidend. Dass keine Zuschauer im Stadion sein werden, ist natürlich bitter." Geisterspiele sind ab Montag ohnehin vorgeschrieben. In der Bundesliga haben sich darüber so manche Protagonisten missmutig geäußert. Flick hingegen hält die Entscheidungen der Politik für nachvollziehbar.

"Durch sehr viel Leichtsinn wieder reingekommen"

"Wir haben jetzt eine Situation, in die wir durch sehr viel Leichtsinn wieder reingekommen sind. Ich trage die Maske so oft, wie es erforderlich ist, halte Abstand und habe meine sozialen Kontakte total reduziert", erklärt Flick. Ihm fehle das Verständnis für Menschenansammlungen etwa bei Demonstrationen oder auch in Stadien, in denen bisher noch Zuschauer zugelassen waren. "Wir müssen das akzeptieren, durchgehen und die nächsten zwei, drei, vier Wochen schauen, wie sich alles entwickelt", sagt Flick. Der FC Bayern hat seit Anfang März im heimischen Stadion ausschließlich Geisterspiele austragen dürfen.

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Lars Pollmann  
30.10.2020