Telefonat mit dem Bundestrainer

Flick kontert Medienberichte zu Boateng und lässt DFB-Rückkehr offen

Innenverteidiger Jerome Boateng (l.) und Trainer Hansi Flick verließen beide den FC Bayern in diesen Sommer.
Innenverteidiger Jerome Boateng (l.) und Trainer Hansi Flick verließen beide den FC Bayern in diesen Sommer. (Foto: imago)

Jerome Boateng gehört seit ein paar Tagen dem französischen Spitzenklub Olympique Lyon an, nachdem seine Zeit beim FC Bayern München in diesem Sommer nach zehn Jahren endete. Entscheidend für den Weg nach Lyon soll laut Medienberichten ein Gespräch mit Bundestrainer Hansi Flick gewesen sein, doch dieser dementierte, Boateng explizit dazu geraten zu haben.

Von der Mercedes Benz-Arena berichtet fussball.news-Reporter Tom Jacob

Im Interview mit Sport1 erzählte Boateng über ein geführtes Telefonat mit Flick: "Ich habe ihn nach seiner Meinung und seinem Rat gefragt. Das mache ich aber immer, weil ich zu Hansi schon immer ein gutes Verhältnis habe." Folglich habe der Bundestrainer, unter dem er die vergangenen zwei Jahre beim FC Bayern München auflief, dem 33-Jährigen gesagt, "dass ich die Entscheidung allein treffen muss und am Ende auf mein Bauchgefühl und mein Herz hören soll".

Flick lässt Boateng-Rückkehr in DFB-Elf offen

Auf der Pressekonferenz vorm dem Länderspiel Deutschland gegen Armenien (Sonntag, 20,45 Uhr) wurde Flick mit dieser Aussage konfrontiert. Der 56-jährige Coach stellte klar: "Wie viele Spieler, die einen Rat von mir haben wollen, haben wir miteinander gesprochen. Das stimmt. Aber es stimmt nicht, dass ich ihm zu dem Schritt geraten habe." Negativ sei der neue Klub Olympique Lyon aus Flicks Sicht dennoch nicht: "Ich finde es gut, dass er einen Verein gefunden hat, der international spielt." Zudem ließ der Bundestrainer offen, ob Boateng eines Tages wieder für Deutschland auflaufen könnte: "Wenn wir Spieler haben, egal welchen Alters, die in der Lage sind, uns weiterzuhelfen, dann sind sie herzlich willkommen."

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Tom Jacob  
04.09.2021