Mehr Selbstvertrauen, aber auch Druck

Flekken: "Ich hätte die Koffer gepackt und einen Neuanfang versucht"

Flekken haderte mit der Rückversetzung auf die Bank. Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images
Flekken haderte mit der Rückversetzung auf die Bank. Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images

Der SC Freiburg hat im Sommer neben Luca Waldschmidt auch Alexander Schwolow verkauft. Auf der Torhüter-Position wähnte sich der Klub dank Mark Flekken ideal auf den Abgang der Nr.1 vorbereitet. Der Niederländer überzeugte in der Vorsaison bei zehn Einsätzen.

"Ich hoffe, dass ich an meine Leistungen der vergangenen Hinrunde anknüpfen kann", sagt der 27-Jährige gegenüber der Badischen Zeitung. Seinerzeit ersetzte er den verletzten Schwolow, den er nun gänzlich vergessen machen soll. "Durch meine neue Rolle habe ich mehr Selbstvertrauen gewonnen. Aber auch der Druck ist gestiegen", erkennt Flekken an. Mit Druck umzugehen gehört freilich für einen Torhüter zum Tagesgeschäft. Diese Situation hätte der Niederländer bei einem Verbleib von Schwolow anderswo gesucht.

"Ich hätte die Koffer gepackt"

"Hätte sich Alex dafür entschieden, in Freiburg zu bleiben, hätte ich die Koffer gepackt und woanders einen Neuanfang versucht. Denn es war klar für mich, dass ich wieder spielen muss", erzählt Flekken. Dass der Transfer von Schwolow zum FC Schalke 04 eine Hängepartie wurde, bei der am Ende durchaus überraschend Hertha BSC den Zuschlag bekam, bedeutete für seinen Nachfolger eine durchaus belastende Zeit.

Öfter "frustriert nach Hause"

Damit kannte er sich aber nach der Rückrunde sowieso aus. Trotz guter Leistungen beorderte Christian Streich Flekken auf die Bank, als Schwolow wieder fit war. "Nach Alex' Rückkehr zur Rückrunde kam Corona, unterm Strich habe ich also ein halbes Jahr lang nicht gespielt. Da kam es schon vor, dass ich frustriert nach Hause kam." Dabei hatte Flekken bei seinen Einsätzen Blut geleckt. Und gezeigt, dass er "auf Bundesliga-Niveau mithalten kann", wie er ohne falsche Bescheidenheit einschätzt.

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Lars Pollmann  
25.08.2020