Sondergenehmigung hebt neue Regeln auf

FIFA gibt nach: Keine Abstellungspflicht in Krisengebiete

Die FIFA ließ sich mit ihren Regeln Zeit. Foto: JOE KLAMAR/AFP via Getty Images
Die FIFA ließ sich mit ihren Regeln Zeit. Foto: JOE KLAMAR/AFP via Getty Images

Die kommende Abstellungsperiode hat in der Bundesliga vorab großen Staub aufgewirbelt. Dass Profis in aller Herren Länder reisen müssen und infolge internationaler Einsätze womöglich im Bundesliga-Alltag fehlen könnten, stieß auf großes Unverständnis. Die FIFA hat nun die Regularien angepasst.

Zunächst bis Ende des Jahres ändert der Weltverband seine Haltung zur Abstellungspflicht. Diese ist aufgehoben, wenn für die Nationalspieler infolge ihrer Abreise "eine verpflichtende Quarantäne beziehungsweise Selbstisolation von wenigstens fünf Tagen" vorgeschrieben sein sollte. Dies geht aus der Mitteilung der FIFA hervor. Ebenfalls müssen Klubs ihre Spieler nicht abstellen, wenn für das Land des Verbandes oder den Ort des jeweiligen Länderspiels eine Reisebeschränkung besteht.

Sondergenehmigung hebt FIFA-Regeln auf

Aufgehoben sind diese Einschränkungen allerdings für den Fall, dass die zuständigen Behörden für die Mitglieder von Nationalmannschaften Sondergenehmigungen ausstellen. Insofern bleibt abzuwarten, welche Nationalspieler tatsächlich eines oder mehrere Spiele in den kommenden zwei Wochen aussetzen dürfen. Pikanterweise ist auch der DFB betroffen, Deutschland spielt in der Nations League in der Ukraine. Das Auswärtige Amt hält seit Monaten eine Reisewarnung für das osteuropäische Land aufrecht.

Heldt wähnte FIFA-Mitarbeiter "im Urlaub"

Mehrere Klubs hatten bereits angekündigt, eine Reise ihrer Profis in Krisengebiete verhindern zu wollen. Horst Heldt wetterte noch am Donnerstag stellvertretend für die Bundesliga über die FIFA, bei der "vielleicht alle im Urlaub sind". Der Weltverband ließ sich nicht nur aus seiner Sicht zu lange Zeit mit der wichtigen Hilfestellung für die Klubs in Deutschland und auf der Welt. 

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Lars Pollmann  
02.10.2020