Klopp kann aufatmen

FIFA bestätigt: Keine Sperre für Südamerikaner in England

Klopp kann doch auf Alisson setzen. Foto: Imago
Klopp kann doch auf Alisson setzen. Foto: Imago

Länderspielpausen sind in Corona-Zeiten besonders heikle Angelegenheiten. In den vergangenen Tagen bot vor allem die WM-Qualifikation in Südamerika viel Gesprächsstoff. Mehrere englische Klubs haben ihre Spieler nicht abgestellt, ihnen drohte eine Sperre für das Wochenende.

Der FC Liverpool etwa musste damit rechnen, bei Leeds United am Sonntag auf die Brasilianer Alisson Becker, Fabinho und Roberto Firmino verzichten zu müssen. Jürgen Klopp und seine Amtskollegen anderer Klubs aus der Premier League können nun aber aufatmen. Der Weltverband hat am Samstag Medienberichte bestätigt, denenzufolge die Spieler doch eingesetzt werden dürfen.

 

"Zeichen des guten Willens und der Kooperation"

"Als Zeichen des guten Willens und der Kooperation haben die Mitgliedsorganisationen von Brasilien, Chile, Mexiko und Paraguay nach enger Beratung mit der FIFA die Entscheidung getroffen, ihre Beschwerden fallenzulassen", heißt es in der offiziellen Mitteilung des Weltverbands. Zuvor hatten sich die nationalen Verbände dieser Lände infolge der ausgebliebenen Abstellung von Nationalspielern auf einen Paragraphen der Statuten berufen, demzufolge die entsprechenden Kicker bei ihren Klubs für fünf Tage gesperrt worden wären.

Sonderregeln im Oktober?

Dies hätte zur Folge gehabt, dass die Stars von Liverpool und anderen Vereinen hätten pausieren müssen, während in Risikogebiete gereiste Nationalspieler am Wochenende im Einsatz gewesen wären. Dieses Kuriosum ist nun also abgewendet. Im Gegenzug, lässt die FIFA-Mitteilung durchblicken, dürfte es für die Länderspielpause im Oktober Sonderregelungen im Vereinigten Königreich geben, sodass keine Grundlade mehr besteht, die Spieler von der Reise zu ihren Nationalteams abzuhalten.

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Lars Pollmann  
11.09.2021