Nachhaltigkeit an oberster Stelle

FC-Bosse mahnen: "Müssen den Gürtel enger schnallen"

Zu viele teure Neuzugänge wird der 1. FC Köln in diesem Sommer nicht begrüßen. Foto: Getty Images.
Zu viele teure Neuzugänge wird der 1. FC Köln in diesem Sommer nicht begrüßen. Foto: Getty Images.

Der 1. FC Köln hat in den Play-offs zur Conference League die Chance auf eine Teilnahme am Europapokal. Dennoch soll jeder Euro am Geißbockheim wohlüberlegt investiert werden.

Medienberichten zufolge steht der 1. FC Köln vor dem zweiten millionenschweren Transfer dieses Sommers. Nachdem die Domstädter bereits die zwei Millionen Euro teure Kaufoption für Luca Kilian aktiviert haben, soll Steffen Tigges von Borussia Dortmund offenbar fest verpflichtet werden. Laut Angaben der WAZ beläuft sich die Ablösesumme auf 2,5 Millionen Euro, zudem werde der Stürmer mit einem Vertrag bis 2026 ausgestattet. 

FC-Bosse warnen vor Kurzsicht

Auf zahlreiche tatkräftige Investitionen verzichten die Verantwortlichen allerdings. Der Grund liegt auf der Hand: Es mangelt an finanziellen Mitteln. "Momentan gibt es keine Einschränkungen durch Corona, aber die Krise ist ja deshalb nicht vorbei. Auch wenn wir jetzt mit vollen Stadien in die Saison starten, holen wir keinen Meter auf, sondern erleben erstmal das normale Planungsszenario", sagte Vizepräsident Carsten Wettich gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger und ergänzte: "Die kommenden ein, zwei Jahre werden wir deshalb den Gürtel enger schnallen müssen. Das war zum Beispiel vor fünf Jahren anders, als der FC sich für Europa qualifiziert hat. Da konnte man das Geld in die Mannschaft investieren. Das ist zurzeit anders, und das müssen wir transparent kommunizieren."

Sauren: "Langfristig sind wir zuversichtlich"

Selbstverständlich habe der 1. FC Köln auch in der Vergangenheit nicht die finanziellen Möglichkeiten eines FC Bayern gehabt, "aber er verfügte über deutlich höhere Budgets als heute und war dennoch nicht nachhaltig erfolgreich", kritisierte Eckhard Sauren die Misswirtschaft am Geißbockheim. "Langfristig sind wir zuversichtlich, und so haben wir auch unsere Geschäftsführer überzeugt. Und mit dem langfristigen Blick wird es attraktiver", versicherte Sauren und erläuterte: "In den nächsten Jahren werden wir Verbindlichkeiten abtragen, Aufwände reduzieren und die Einnahmen erhöhen. Dann wird es spannend."

Florian Bajus  
11.06.2022