Optimistischer 1. FC Düren

FC Bayerns Pokalgegner: Mannschaftsrat handelte Siegprämie aus

Die Chance für den 1. FC Düren: Jannis Becker (v.) suchte den Abschluss, Jerome Boateng (l.) und Alexander Nübel sahen zu, wie der Angreifer die Chance vergab.
Die Chance für den 1. FC Düren: Jannis Becker (v.) suchte den Abschluss, Jerome Boateng (l.) und Alexander Nübel sahen zu, wie der Angreifer die Chance vergab. (Foto: imago)

Den FC Bayern München aus dem DFB-Pokal-Wettbewerb kicken? Ein schier unmöglicher Gedanke, vor allem wenn es sich dabei um den Fünftligist 1. FC Düren aus der Oberliga Mittelrhein dreht. Doch der Mannschaftsrat der Dürener handelte voller Zuversicht eine Siegprämie aus.

David gegen Goliath - wenn eine Partie diese Phrase verdiente, dann die des Außenseiters 1. FC Düren gegen den haushohen Favoriten FC Bayern München. Dennoch glaubte man beim Oberligist daran, den großen Gegner besiegen zu können. Noch vor der Partie erzählte Dürens Präsident Wolfgang Spelthahn bei Sport1 eine witzige Geschichte. Es ging darum, dass der Mannschaftsrat den Präsidenten noch vor der Abfahrt nach München unbedingt um ein Gespräch bat. "Ich hatte schon schlimme Befürchtungen", verriet Spelthahn. Dabei wollten die Spieler nur die Siegprämie aushandeln.

Präsident sagte Forderungen zu

Spelthahn nahm seine Spieler ernst und freute sich sogar darüber, weil dies bedeutete, "dass die Mannschaft entschlossen ist und ein Stück weit an sich glaubt", so der 57-Jährige. Der Präsident sagte den Forderungen der Mannschaft zu. Auch, weil er realistisch blieb und nicht wirklich an einen Sieg seiner Jungs über den FC Bayern München glaubte. Zu einer Ausschüttung der Siegprämie kam es letztendlich auch nicht, weil der Rekordmeister und -Pokalsieger mit 3:0 gewann und den 1. FC Düren somit aus dem Wettbewerb kickte.

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Tom Jacob  
16.10.2020