Systemumstellung kam aus der Mannschaft

Favre vor Rückkehr zur Viererkette?

Favre ist eigentlich ein Verfechter der Viererkette. Foto: RONNY HARTMANN/AFP via Getty Images
Favre ist eigentlich ein Verfechter der Viererkette. Foto: RONNY HARTMANN/AFP via Getty Images

Borussia Dortmund hat gegen Saisonende etwas die Zügel schleifen lassen. Es täuscht etwas darüber hinweg, dass sich die Mannschaft von Lucien Favre auf hohem Niveau stabilisiert hatte. Daran trug eine Systemumstellung auf die Dreierkette einen hohen Anteil. Dennoch ist sie bald womöglich Geschichte.

Unter Fans ist die Diskussion schon länger entbrannt, und nun berichtet auch Sport Bild davon, dass der Schweizer Chefcoach zur neuen Saison zu seiner eigentlich bevorzugten Viererkette zurückkehren dürfte. Die Umstellung in der Spätphase der Hinrunde ging zu einem großen Anteil auf das Drängen der Mannschaft zurück, die sich mehr defensive Stabilität versprach. Ideal zur Geltung kam unter anderem Achraf Hakimi, dessen offensive Stärken mehr im Fokus standen als bisweilen eklatante defensive Mängel. Der Marokkaner ist nun aber bei Inter Mailand, ersetzt hat der BVB ihn mit Thomas Meunier.

Weniger Qual der Wahl?

Der Belgier bringt weitaus weniger Tempo mit als sein Vorgänger, gilt eher als klassischer Rechtsverteidiger, wohingegen Hakimi ein verkappter Rechtsaußen war. Natürlich könnte Meunier die Rolle schlichtweg anders interpretieren. Oder Favre setzt auf Mateu Morey, der gegen Saisonende erste Chancen auf der Hakimi-Position erhielt. Doch wahrscheinlicher scheint eben eine Rückkehr zu dem System, dass der 62-Jährige ohnehin bevorzugt. Ein positiver Nebeneffekt: Im Offensivbereich hätte er einen Platz mehr und so weniger Qual der Wahl. Gerade bei einem Abgang von Jadon Sancho, den der BVB nur im Kollektiv auffangen können wird, kann das durchaus hilfreich sein.

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Lars Pollmann  
29.07.2020