Brotlose Dominanz in Augsburg

Favre: "Schwer, diese Niederlage zu akzeptieren"

Favre bleibt sich bei seiner Analyse treu. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images
Favre bleibt sich bei seiner Analyse treu. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

Borussia Dortmund ist am Samstag über den FC Augsburg gestolpert. Bei der 0:2-Niederlage auf fremdem Geläuf verlor sich der BVB über weite Strecken im brotlosen Ballbesitz, während die Hausherren ihre wenigen Chancen konsequent nutzten. Dennoch wollte Lucien Favre nichts davon wissen, dass der Heimsieg folgerichtig gewesen sei.

"Wir sind sehr enttäuscht. Es ist schwer, diese Niederlage zu akzeptieren", zitiert kicker.de den Schweizer. Der Chefcoach des BVB verweist auf die Statistik, nennt 80 Prozent Ballbesitz für seine Mannen. Ein absurder Wert, der das Problem mit sich brachte, dass sich nur wenige Räume boten. Immer wieder zog Dortmund ins dichte Zentrum, lief sich an Gegenspielern fest oder verpasste den idealen Moment fürs Abspiel. 

"Mehr Geduld haben"

"Wir waren nicht präzise genug, wir haben überhastet gespielt. Wir müssen mehr Geduld haben und gegen solche Mannschaften mehr über die Seiten spielen", fordert Favre. Die Stärke des BVB liegt freilich in der Spielfeldmitte. Und wer die unzähligen Hereingaben von Neuzugang Thomas Meunier vom rechten Flügel in den Augsburger Abwehr-Beinen zerschellen sah, kommt auch nicht eben auf die Idee, über die Seiten ließe sich mehr Präzision ins BVB-Spiel bringen. Und anstelle von Geduld schien es eher an Nachdruck zu mangeln, vermittels dessen die Schwarzgelben ein Tor zu schießen gedachten.

"Manchmal bringt das nicht viel"

"Wir haben das Spiel fast komplett dominiert, aber manchmal bringt das nicht viel", so der enttäuschte Favre. Damit ist er in etwa so weit wie an mehreren Stellen der Vorsaison. "Wir haben noch viel zu tun", sagt der 62-Jährige außerdem, diesen O-Ton könnte man nach BVB-Spielen inzwischen vom Band mitlaufen lassen. Nach aktuellem Stand noch maximal 32 Mal in der Bundesliga, dann läuft der Vertrag von Favre aus. Anzeichen für eine Verlängerung sind an diesem Nachmittag in Augsburg nicht zu finden gewesen.

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Lars Pollmann  
26.09.2020