BVB-Coach über seine Rasselbande

Favre: "Im Angriff sind wir fast wie in der Schule"

Favre ist als Fußballlehrer gefragt. Foto: Daniel Kopatsch/Getty Images)
Favre ist als Fußballlehrer gefragt. Foto: Daniel Kopatsch/Getty Images)

Borussia Dortmund hat mit dem Brasilianer Reinier den nächsten Jungstar an der Angel. An der Leihe des Offensivspielers von Real Madrid gibt es kaum noch Zweifel, wenngleich der Deal noch nicht spruchreif ist. Lucien Favre bekommt damit den nächsten Teenager an die Hand.

"Im Angriff sind wir fast wie in der Schule. Wir müssen mit den Jungs sehr geduldig sein", zitiert die Bild-Zeitung den Übungsleiter, der mehr denn je als Fußballlehrer gefragt sein wird. Die BVB-Rasselbande eint eine Unmenge an Talent, das aber mangelnde Erfahrung und Cleverness sicher nicht in jeder Situation ausgleichen kann. Dem Potenzial ist aber bei vielen Jungprofis keine Grenze gesetzt. "Wir sehen einen Serge Gnabry, der auch erst bei Arsenal, Hoffenheim und Bremen gespielt hat. Da war er okay, aber nicht so gut wie heute", verweist Favre auf ein Vorbild in den Reihen des FC Bayern.

Sancho "darf nicht aufhören zu laufen"

Der Blick muss dabei nicht so weit in die Ferne schweifen. Jadon Sancho gehört mit seinen 20 Jahren schon nicht mehr zu den jüngsten beim BVB, dem er sich mit 17 Jahren anschloss. Im Trainingslager ist zu beobachten, dass sich der Engländer durchaus in eine Art Führungsrolle gegenüber den noch jüngeren Kollegen begibt. Dabei sieht Favre auch bei seinem so begehrten Angreifer noch Luft nach oben. "Er darf nicht nach zehn Minuten Verteidigen aufhören zu laufen. Wenn das nicht alle machen, haben wir ein Problem", so der Schweizer.

Moukoko hat "super Potenzial"

Mit Youssoufa Moukoko hat er derweil erstmals auch das vielleicht außergewöhnlichste Talent aus dem BVB-Stall unter den Fittichen. Der 15-jährige Angreifer darf in den Testspielen des Sommers noch nicht mitwirken, ansonsten ist er aber bereits vor der Erteilung der Spielerlaubnis ein fester Bestandteil des BVB. "Er ist sehr gut und hat ein super Potenzial. Er weiß nicht, mit welchem Fuß er spielt", lobt Favre. Wie einst Ousmane Dembele hat Moukoko zwei ebenbürtig starke Füße, ist schwer auszurechnen. "Es ist schön, das zu sehen und es macht Spaß, ihn zu trainieren."

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Lars Pollmann  
17.08.2020