"Wollen wir natürlich anders machen"

Fast 7 Jahre sieglos: Köln peilt drei Punkte in Hoffenheim an

Der 1. FC Köln gewann letztmals im November 2014 gegen Hoffenheim. Foto: Getty Images.
Der 1. FC Köln gewann letztmals im November 2014 gegen Hoffenheim. Foto: Getty Images.

Wenn der 1. FC Köln am Freitag (20.30 Uhr) bei der TSG Hoffenheim gastiert, hoffen die Geißböcke auf den ersten Sieg in der Prezero-Arena seit fast sieben Jahren. Darüber hinaus hofft Timo Horn, dass die Mannschaft auch in den darauffolgenden Partien von der Euphoriewelle profitieren wird.

Auswärtsspiele bei der TSG Hoffenheim gehören beim 1. FC Köln zu den unbeliebteren Aufgaben. Die Bilanz nach zehn Partien in Sinsheim steht bei zwei Siegen, drei Unentschieden und fünf Niederlagen. Letztmals konnten sich die damals noch von Peter Stöger trainierten Geißböcke am 8. November 2014 mit 4:3 durchsetzen, als Pawel Olkowski einen Doppelpack erzielte und Matthias Lehmann sowie Anthony Ujah ebenfalls für den FC trafen.

Horn erinnert sich an "wilde Spiele"

Seither gewann Köln nur einen Punkt bei der TSG, nach dem 1:1 am 3. April 2016 gingen alle Partien verloren: Auf ein 0:4 folgten ein 0:6, ein 1:3 und ein 0:3. Ein Zähler und ein Torverhältnis von 2:17 lässt keine Vorfreude aufkommen, angesichts des positiven Saisonstarts (12 Punkte, Platz 6) betont Timo Horn gemäß dem Kölner Stadt-Anzeiger allerdings: "Das waren immer wilde Spiele dort. Das wollen wir jetzt natürlich ganz anders machen." 

"Versuchen möglichst lange von der Euphorie zu leben"

Dafür gelte es einerseits, Andrej Kramaric aus dem Spiel zunehmen; andererseits soll die Mannschaft nahtlos an den Auftritten vor der Länderspielpause anknüpfen: "Jeder hat wohl gesehen, dass wir unter Steffen Baumgart unser Spiel umgestellt haben. Wir agieren offensiver und versuchen, den Gegner mit einem aggressiven Pressing früh unter Druck zu setzen und die Bälle schon im gegnerischen Drittel zu gewinnen", gibt Horn die Marschroute vor. Der Keeper hofft zudem, dass die Ergebnisse auch nach dem Hoffenheim-Spiel stimmen: "Es werden sicherlich Phasen kommen, in denen es nicht so gut läuft. Darauf muss man sich einstellen. Wir versuchen aber möglichst lange von der Euphorie zu leben, sie aufzusaugen." Soll bedeuten: Auch in den darauffolgenden Spielen gegen Bayer Leverkusen (9. Spieltag), den VfB Stuttgart (DFB-Pokal) und Borussia Dortmund (10. Spieltag) wollen die Geißböcke Zählbares mitnehmen.

Florian Bajus  
12.10.2021