Neuzugang des FC Bayern

Falscher Spielstil? De Ligt blickt kritisch auf Juve zurück

De Ligt erstmals im Trikot des FC Bayern. Foto: Tim Nwachukwu/Getty Images
De Ligt erstmals im Trikot des FC Bayern. Foto: Tim Nwachukwu/Getty Images

Matthijs de Ligt ist von Juventus Turin zum FC Bayern gewechselt. Rückblickend war der Innenverteidiger mit dem defensiven Spielstil des italienischen Rekordmeisters unzufrieden.

Der FC Bayern spielt seit jeher einen offensiven Fußball, der den Gegner dominieren und dem Spiel seinen Stempel aufdrücken soll. Das hohe Pressing, das temporeiche Passspiel und das hohe Risiko ist Matthijs de Ligt von Ajax Amsterdam gewohnt, doch nach seinem Wechsel zu Juventus Turin im Sommer 2019 erlebte er eine zurückhaltendere Gangart. Glücklich war er darüber nicht, wie er im Interview mit ESPN einräumte (Zitate via Sport1): "Bei Ajax habe ich sehr viel Druck gemacht, bin Risiken eingegangen. Bei Juve war das anders. Ich habe mehr nach hinten gespielt, eine andere Art zu verteidigen. In Italien ist das Tempo im Allgemeinen langsamer, so dass man weiter hinten bleiben kann."

De Ligt entschied sich wegen Sarri für Juve

Seinerzeit habe er sich aufgrund des damaligen Juve-Trainers Maurizio Sarri für den Schritt nach Turin entschieden, da sich der 63-jährige Italiener mit seinem Offensivfußball bei der SSC Neapel einen Namen gemacht hat. "Ich dachte, ich würde einen Stil finden, der dem von Ajax ähnlicher ist. Leider verließ er uns nach einem Jahr", sagte de Ligt, der sich außerdem mit der Rolle in der Abwehrreihe der Bianconeri nicht wohlgefühlt hat: "Am Anfang war es schwierig, auf der linken Seite zu spielen. Im zweiten und dritten Jahr habe ich dann wieder auf der linken Seite gespielt. Es war nicht so, dass ich dort nicht spielen wollte, aber ich wusste, dass ich auf der rechten Seite sicherer bin." Beim FC Bayern soll der Niederländer nun jedoch in einem offensiven System die Rolle des Abwehrchefs übernehmen - so wie einst in Amsterdam.

Florian Bajus  
29.07.2022