Freiburgs Offensivspieler

Fairplay oder Selbstschutz? Grifo: "Mit fairen Mitteln gewinnen"

Vincenzo Grifo (m.) zeigte sich gegen Frankfurt schnell geläutert. Foto: Getty Images

Bei der 0:2-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt ließ sich Vincenzo Grifo vom SC Freiburg zu einer Schwalbe hinreißen. Anschließend klärte der Offensivspieler aber selbst auf und umging so auch die Verwarnung. Nach Betrachtung der Bilder sah er dann aber doch eine Berührung.

Es lief die 55. Minute zwischen dem SC Freiburg und Eintracht Frankfurt (0:2), als Freiburgs Vincenzo Grifo im gegnerischen Strafraum an Frankfurt-Verteidiger Timothy Chandler vorbeiging und sich ohne Kontakt fallen ließ. Der 28-Jährige zeigte Schiedsrichter Florian Badstübner aber sofort an, dass er nicht getroffen wurde. Nach dem Spiel sagte Grifo auf DAZN etwas konfus nach Betrachtung der TV-Bilder: "Ich habe nicht gespürt, dass er mich getroffen hat. Ein bisschen, minimal trifft er nicht vielleicht. Man sieht minimalen Kontakt. Deswegen wollte ich mich sofort entschuldigen, dass es keine Schwalbe war. Das möchte ich nicht. Ich möchte fair bleiben. Auch wenn es uns geholfen hätte. Wir wollen aber schon mit fairen Mitteln gewinnen." 

Lob von Streich 

Von seinem Trainer Christian Streich gab es in jedem Fall Lob für die Aktion: Ich habe von außen gesehen, dass es kein Elfmeter war. Ich war weit weg. Das ist gar nichts. Das ist dann auch richtig, dass er das so kommuniziert." Ein Strafstoß hätte den Anschluss bedeuten können für Freiburg, der so nicht mehr fiel. "Wir hatten dieses Saison auch öfters das Glück auf unserer Seite. Heute nunmal nicht. Wir haben nochmal alles probiert. Wenn es nicht klappt, dann klappt es nicht. Wir hätten auch noch ne halbe Stunde länger spielen können, der wäre nicht reingegangen. So spiele gibt es", meinte Grifo, der dennoch an sein Team appellierte und meinte: "Wir versuchen die Köpfe oben zu behalten, spielen eine gute Saison." Und trotz der Grifo-Schwalbe auch eine äußerst faire.

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Benjamin Heinrich  
21.11.2021