Schalke-Durchbruch das Ziel

Exklusiv: Verbleib nicht sicher - Mendyl behält Markt im Blick

Hamza Mendyl könnte Schalke 04 noch verlassen.
Hamza Mendyl könnte Schalke 04 noch verlassen. Foto: Imago Images

Der personelle Engpass auf der linken Defensivseite könnte für Hamza Mendyl bei Schalke 04 eine neue Chance hervorrufen. Nutzt er diese nicht, bieten sich ihm einige Wechseloptionen. Mendyls Absicht ist es aber, sich bei den Knappen durchzusetzen.

An Engagement mangelt es Hamza Mendyl nicht. Nach seiner Ausleihe zum FC Dijon hatte der linke Defensiv-Flügelspieler schon Tage vor dem offiziellen Trainingsstart individuell geschuftet. "Für ihn ist es noch einmal die zweite Chance, sich zu beweisen. Der Trainer wollte ihn mal sehen. Jetzt liegt es an ihm, Gas zu geben", sagte Sascha Riether, der bei Schalke 04 seit einem Jahr als Koordinator der Lizenzspielerabteilung tätig ist, im klubeigenen TV-Sender.

Berateragentur verlassen

Die Corona-Pandemie hat auch den Transfermarkt nicht unberührt gelassen. So lange wie noch nie, nämlich bis zum 5. Oktober, können Transfers getätigt werden. Dass Mendyl den Königsblauen über diesen Zeitraum hinaus erhalten bleiben wird, ist nach fussball.news-Informationen keineswegs in Stein gemeißelt. Der 22-Jährige verließ erst vor Kurzem seine Berateragentur, die vor etwas mehr als zwei Jahren den Deal mit S04 eingefädelt hatte.

Schalke-Verbleib oberstes Ziel

Mendyls vorrangiges Ziel ist es, sich auf Schalke festzuspielen und mit den Knappen in die neue Saison zu starten – was aber freilich von verschiedenen Variablen abhängig ist: Kann der Linksfüßer Trainer David Wagner überzeugen? Legen die Schalker in der Wechselphase noch mal auf der linken Außenbahn nach? Dieser Tage bereitet sich Mendyl, dessen Beschäftigungsverhältnis noch bis Ende Juni 2023 datiert ist, mit seinen Teamkollegen im Tiroler Längenfeld auf die neue Saison vor. In bis zu drei Testspielen bietet sich dem 13-fachen Nationalspieler Marokkos die Gelegenheit, Wagner zu imponieren.

Rückkehr in die Ligue 1?

Gelingt dies nicht, ist ein Abgang das wahrscheinlichste Szenario. Vor allen Dingen aus Frankreich soll es einige Interessenten für den in der marokkanischen Hafenstadt Casablanca geboren und aufgewachsenen Mendyl geben. Der Defensivspezialist, der Athletik, Dynamik und Robustheit auf sich vereint, soll unter anderem in den Überlegungen der beiden Ligue-1-Klubs Racing Straßburg und FC Nantes eine Rolle einnehmen. Zu einer konkreten Kontaktaufnahme ist es bisher allerdings noch nicht gekommen.

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Andre Oechsner  
23.08.2020