Nach Matthäus- und Thon-Kritik

Weltmeister Bein verteidigt Löw: "An der Zeit zu probieren, nicht zu brillieren"

Neben der Kritik erhält Löw auch Rückendeckung.
Neben der Kritik erhält Löw auch Rückendeckung. Foto: Getty

Bundestrainer Joachim Löw hat nach den letzten Auftritten von Deutschland teilweise harte Kritik einstecken müssen. Während die beiden 1990-Weltmeister Lothar Matthäus und Olaf Thon ebenfalls den Kritikern angehörten, nimmt deren Ex-Mitspieler Uwe Bein nun Löw in Schutz.

"Joachim Löw hatte immer einen Plan, der mit Ausnahme der WM 2018 auch immer aufging. Diejenigen, die den Bundestrainer kritisieren, wenn es schlecht läuft, sind die Ersten, die ihm auf die Schulter klopfen, wenn es gut läuft", teilte Uwe Bein, 1990 Weltmeister mit Deutschland, im Gespräch mit Goal und SPOX mit.

Bein stellt Bedeutung der Nations League infrage

Der 17-fache Nationalspieler "möchte auch attraktiveren Fußball und klare Siege sehen, keine Frage. Aber wen interessiert denn, ob wir bei der Nations League Erster, Zweiter oder Dritter werden?" Laut Bein sei es aktuell "an der Zeit, verschiedene Spieler und Systeme auszuprobieren, nicht zu brillieren."

DFB-Team eine "Mannschaft mit Potenzial"

Zugleich forderte der 60-Jährige "Geduld" und "Ruhe" und erachtet das aktuelle DFB-Team als "eine Mannschaft mit Potenzial, das es nicht zwingend jetzt, sondern im nächsten Sommer auszuschöpfen gilt."

Aus den fünf Länderspielen im Kalenderjahr 2020 konnte Deutschland nur die Partie gegen die Ukraine (2:1) gewinnen. Gegen die Schweiz (3:3, 1:1), Türkei (3:3) und Spanien (1:1) gab es jeweils nur Remis.

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Adrian Kuehnel  
14.10.2020