"Würde gegen den Aufstieg wetten"

Ex-Vizepräsident Bähre wettert: Hecking mit "enttäuschender Trainerleistung"

Hecking scheiterte mit seiner HSV-Mission. Foto: Stuart Franklin/Getty Images
Hecking scheiterte mit seiner HSV-Mission. Foto: Stuart Franklin/Getty Images

Der Hamburger SV hat auch im zweiten Anlauf den Wiederaufstieg in die Bundesliga verpasst und infolgedessen den Reset-Knopf gedrückt. Nach Christian Titz, Hannes Wolf und Dieter Hecking soll nun Daniel Thioune die Rückkehr schaffen. Harry Bähre ist skeptisch.

"Sollte die Truppe in der jetzigen Besetzung den Aufstieg in die Bundesliga schaffen, wäre das für mich eine Überraschung, ich würde dagegen wetten", so der frühere HSV-Spieler und Vizepräsident gegenüber dem Hamburger Abendblatt. Verantwortlich dafür wäre aus seiner Sicht wohl zuletzt Thioune. Stattdessen bekommen seine Vorgänger ihr Fett weg. "In den vergangenen zwei Jahren habe ich nicht beobachten können, dass sich ein Spieler verbessert hat. Im Gegenteil, die wurden doch alle schlechter", so Bähre.

"Einige taktische Fehlleistungen"

Den größten Vorwurf für den Misserfolg des HSV muss sich dabei Dieter Hecking anhören. "Für mich hat er in der vergangenen Saison eine enttäuschende Trainerleistung gezeigt", ledert Bähre. Am Ende standen dabei sogar weniger Punkte als unter Titz und Wolf in der Vorsaison. Dafür sei Hecking, der jüngst als Sportchef des 1.FC Nürnberg angeheuert hat, in der Verantwortung. "Ich habe auch einige taktische Fehlleistungen gesehen, die in der Nachspielzeit zu Gegentoren geführt haben", so der 79-Jährige. Bähre spielte in den 1960er Jahren für den HSV, dessen Präsidium er unter Vorsitz von Uwe Seeler angehörte.

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Lars Pollmann  
11.08.2020