Megatalent darf loslegen

Ex-U-17-Trainer: So professionell arbeitet Moukoko

Youssoufa Moukoko will jetzt in der Bundesliga loslegen.
Youssoufa Moukoko will jetzt in der Bundesliga loslegen. Foto: Getty Images

Sebastian Geppert hat Youssoufa Moukoko in der U17 von Borussia Dortmund trainiert. Der seit heute 16-Jährige darf endlich bei den Profis mitwirken. Geppert spricht über dessen professionelles Verhalten.

Youssoufa Moukoko hat in den Jugend-Bundesligen überragt und Tor an Tor gereiht. Sebastian Geppert erklärte im Gespräch mit der WAZ: "Er schlägt sensationelle Haken. Man weiß zwar, was er macht, aber man kann es trotzdem schwer verteidigen. Fußballerisch hat er ein Repertoire, das beeindruckend ist."

Geppert lobt Moukoko

Es sei reines Können gewesen und nicht etwa pure Kraft: "Youssoufa war seinen Gegenspielern körperlich zwar nicht unterlegen, aber er war ihnen auch ganz bestimmt nicht überlegen." Moukoko besitzt ein außergewöhnliches Talent: "Es waren eher die fußballerischen Fähigkeiten, die Technik, die Bewegungen in den richtigen Räumen, die Spielfreude, der Instinkt, die den Unterschied gemacht haben.“

Überragende Bilanzen in den U-Teams

90 Tore in 56 Ligaspielen samt Endrunde, so lautet nach zwei Jahren U17 die Schaffensbilanz. In der U19 sind es 44 Treffer in 23 Partien. Der Angreifer ist in den Jugendmannschaften allen Gegenspielern weit überlegen gewesen. Doch von nichts kommt nichts: Moukoko hat schon in jungen Jahren sehr professionell gelebt und alles dem Fußball untergeordnet.

So professionell arbeitet Moukoko

Geppert lobte: "Da ist er für sein Alter sehr reif und sehr professionell." Er ergänzte augenzwinkernd: "Jetzt geht er auch schon den Physios bei den Profis auf die Nerven.“ So soll sich Moukoko vor dem Einstieg bei den Profis schon die Telefonnummern des Atletiktrainers, Rehatrainers und Teampsychlogen besorgt haben. Er will nichts dem Zufall überlassen. "Ich mache mir in seinem konkreten Fall wirklich keine Sorgen, dass er es nicht schafft", zeigt sich Geppert überzeugt. Möglicherweise darf sich Moukoko schon am Samstag bei Hertha BSC präsentieren.

Florian Bolker  
20.11.2020