Peinliche Pleiten gegen Verl und Uerdingen

Ex-Schalker Klingenburg: "Acht Gegentore gegen zwei Drittligisten sind deutlich zu viel"

Schalke bekleckert sich noch nicht mit Ruhm. Foto: Christof Koepsel/Getty Images
Schalke bekleckert sich noch nicht mit Ruhm. Foto: Christof Koepsel/Getty Images

Der FC Schalke 04 hat seine Krise aus der Rückrunde über den Sommer gerettet, könnte man spöttisch sagen. Die Mannschaft von David Wagner blamierte sich in Testspielen gegen den SC Verl und KFC Uerdingen bis auf die Knochen. Rene Klingenburg tut es in der Seele weh.

Bei den Königsblauen hat es der 26-Jährige aus dem Nachwuchsbereich nur zur zweiten Mannschaft geschafft, dennoch bezeichnet er sich gegenüber der WAZ als "Schalker durch und durch". Der Mittelfeldmann wechselte diesen Sommer von Dynamo Dresden zurück zu Viktoria Köln, ist also selbst Gegner von Verl und Uerdingen. "Testspiele gegen Mannschaften, die ein, zwei Klassen unter dir spielen, sind immer ekelhaft, weil sie es dem Favoriten sehr schwer machen", weiß Klingenburg. "Aber trotzdem muss man da als FC Schalke ganz anders reingehen."

"Muss man ernst nehmen"

Vorbereitungsspiele sind sicher keine große Standortbestimmung, bei den Knappen passen sie aber ins klägliche Bild, dass das Team seit Januar abgibt. "Das sind für mich keine Ausrutscher, das ist mir zu einfach", sagt auch Klingenburg. "So etwas muss man ernst nehmen. Acht Gegentore gegen zwei Drittligisten sind deutlich zu viel." Für die Fans von Rivalen wie Borussia Dortmund ist das Leid von Schalke ein gefundenes Fressen. Und auch die siegreichen Testspiel-Gegner konnten sich so manche Späße in den sozialen Medien nicht verkneifen.

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Lars Pollmann  
20.08.2020