Neunmal gleicher Meister

Ex-Legionär Berthold erwartet künftig größere Konkurrenz für Juventus

Juventus machte am Sonntag den neunten Scudetto in Serie perfekt. Foto: MARCO BERTORELLO/AFP via Getty Images
Juventus machte am Sonntag den neunten Scudetto in Serie perfekt. Foto: MARCO BERTORELLO/AFP via Getty Images

Lange Zeit sah es in der laufenden Saison der Serie A so aus, als könnten Lazio Rom und Inter Mailand Abo-Meister Juventus Turin bis zuletzt einen offenen Kampf um den Scudetto bieten. Seit Sonntagabend stehen die Bianconeri jedoch zum 9. Mal in Folge als Titelträger fest. Thomas Berthold erwartet das Ende dieser Hegemonie.

"Die Suning Holdings investiert schon seit ein paar Jahren kontinuierlich bei Inter Mailand. Der US-Hedgefonds Elliott ist beim AC Milan noch etwas zurückhaltender. Auch die AS Rom steht zum Verkauf", erklärt der früher bei Hellas Verona und der Roma aktive Weltmeister von 1990 gegenüber der WAZ. "Ich glaube, dass diese Vereine den Rückstand auf Juventus durch die Investitionen verkürzen können." Berthold erwartet deshalb künftig größere Spannung im Kampf um die Meisterschaft. Inter etwa hat zur neuen Saison Achraf Hakimi von Real Madrid verpflichtet, der in zwei Jahren als Leihgabe bei Borussia Dortmund sein Können bewiesen hat.

"Juventus kann jede Mannschaft schlagen"

Die Titelhamster von Juventus nehmen derweil noch die Champions League ins Visier. Im Achtelfinal-Rückspiel muss am 07. August nach dem 0:1 bei Olympique Lyon im März ein Sieg her. Im Viertelfinale ginge es gegen Real Madrid oder Manchester City, im Halbfinale gegen den FC Bayern, FC Chelsea, FC Barcelona oder SSC Neapel. Berthold rechnet der Alten Dame durchaus Chancen aus. "Wenn alles zusammenkommt, kann Juventus jede Mannschaft schlagen. Das ist auch deren Anspruch." Die Meisterschaft sei heuer eher die Pflicht, die Kür soll in Europa folgen.

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Lars Pollmann  
28.07.2020